Zuzwiler Dorfbach:
Neustart auf dem weissem Papier

Vergangenen Herbst schickten die Stimmberechtigten Zuzwils die beiden Hochwasserschutzprojekte an der Urne im Wortsinn den Dorfbach ab. Jetzt soll der nötige Bachausbau neu geplant werden: unter Einbezug eines externen Moderators.

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Eine Projektgruppe soll bei der Erarbeitung eines neuen Bachsanierungsprojekts mitwirken.

Eine Projektgruppe soll bei der Erarbeitung eines neuen Bachsanierungsprojekts mitwirken.

Archivbild: Andrea Häusler

Das Thema wurde bereits Ende Januar neu aufgegriffen. Vertreter des Gemeinderats, des Kantons, der Parteien, des Ad-hoc-Komitees sowie der Perimenterunternehmung haben sich getroffen, um die weitere Vorgehensweise zu bestimmen. Dabei wurde klar: Hochwasserschutzmassnahmen sind immer noch ein Bedürfnis und sollen gemeinsam Schritt für Schritt erarbeitet werden. Wie diese aussehen werden, ist derzeit noch offen.

Da bereits einige Grundlagen der Ausbauwassermengen bei einem Teil der Bevölkerung in Frage gestellt werden, wird auf einem weissen Blatt Papier neu gestartet, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung zum Thema. Ausserdem hält er fest: «Die Projektschritte werden durch einen externen Moderator begleitet.» In einer nächsten Besprechung soll festgelegt werden, wer in einer Projektgruppe Einsitz nehmen wird und wie der Auftrag für diese lauten soll.

Unterhaltskonzept für Dorfbach

Parallel zur Erarbeitung von mehrheitsfähigen Hochwasserschutzmassnahmen am Dorfbach wurde die Erarbeitung eines Unterhaltskonzepts sowie von Statuten für die Perimeterunternehmung in Auftrag gegeben. Dies wurde Ende November 2019 zwischen dem Perimeterunternehmen, der Gemeinde und dem Kanton vereinbart.

Das Konzept soll bis im Sommer 2020 erstellt werden. Sobald dieses vorliegt, sollen die Perimeterpflichtigen informiert und ein Vorstand sowie eine Geschäftsprüfungskommission «Perimeterunternehmung Dorfbach» gewählt werden. 

Unterhalt ersetzt kein Ausbauprojekt

Die Unterhaltsarbeiten am Dorfbach ersetzen die notwendige Sanierung des Dorfbachs allerdings nicht. Dies betonten die Kantonsvertreter. Beim Gewässerunterhalt handelt es sich lediglich um den Erhalt des bestehenden Ausbauprofils. Dazu gehören beispielsweise die Pflege der Ufervegetation, das Entfernen von Böschungswülsten oder Auflandungen sowie auch Unterhaltsmassnahmen an Schutzbauten oder Mauern. Auch bei intensivem und stetigem Unterhalt bleibt das Gerinne noch immer zu klein. (ahi/gk)