Zuzwil
Wegen Bancomat-Knackern: St.Gallerstrasse musste für drei Stunden gesperrt werden

Am frühen Dienstagmorgen versuchten Unbekannte den Bancomaten bei der Agrola-Tankstelle in Zuzwil zu knacken – allerdings erfolglos. In der Folge sperrte die Polizei für längere Zeit die St.Gallerstrasse ab, Pendler mussten einen Umweg fahren. Mediensprecher Florian Schneider erklärt warum.

Zita Meienhofer
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Erfolglos versuchte eine unbekannte Täterschaft den Bancomaten bei dieser Tankstelle in Zuzwil zu sprengen.

Erfolglos versuchte eine unbekannte Täterschaft den Bancomaten bei dieser Tankstelle in Zuzwil zu sprengen.

Bild: BRK News

In Schwarzenbach geschah es, kürzlich zweimal in Uzwil und nun auch in Zuzwil: Es wurde versucht, einen Bancomaten zu knacken. Am Dienstagmorgen, um etwa halb sechs Uhr, bekam die Polizei einen Anruf. Es wurden verdächtige Feststellungen am Bancomaten bei der Agrola-Tankstelle in Zuzwil gemeldet. Vor Ort entdeckten die Polizisten, dass eine bislang unbekannte Täterschaft den Bancomaten sprengen wollte.

Weshalb sie es nicht tat, das ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Fest steht, dass die Bancomat-Knacker den Tatort ohne Beute verlassen mussten. An der Maschine entstand nur geringer Schaden. Das war vor zwei Wochen beim Clientis-Bancomaten in Uzwil nicht der Fall. Dort verschaffte sich die Täterschaft den Zutritt, indem sie die Türe mit einem Auto rammte. 50'000 bis 60'000 Franken betrug der Schaden damals allein am Bancomaten, 20'000 Franken am Gebäude.

Die Polizei sperrte das Gebiet während dreier Stunden ab.

Die Polizei sperrte das Gebiet während dreier Stunden ab.

Bild: BRK News

In der Region Wil fanden in vergangener Zeit mehrere Versuche statt, Geld aus einem Bancomaten zu erbeuten. Ob die Region Wil von der Täterschaft favorisiert werde? Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, verneint. Solche Vorfälle gebe im ganzen Kantonsgebiet sowie auch im benachbarten Thurgau. Schneider sagt:

«Wir wissen nicht einmal, ob ein Zusammenhang zwischen den Ereignissen in Uzwil und jenem in Zuzwil besteht.»

Nachdem die Polizei in Zuzwil eingetroffen war, stellte sich schnell heraus, dass die Täterschaft den Ort fluchtartig verlassen haben muss. Die Polizei traf deshalb alle Sicherheitsvorkehrungen und sperrte das Gebiet grossräumig ab bis feststand, dass nichts mehr explodieren konnte.