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ZUZWIL: Warum Zuzwil schon wieder kleiner wurde

Die Gemeinde hat 2017 zum zweiten Mal in Serie an Einwohnern verloren. Dabei strebt die Behörde ein moderates Wachstum an. Gleich vier Überbauungen sind in Vorbereitung. Über eine wird heute Abend informiert.

Ganz genau 4745 Personen wohnten Ende 2017 in der politischen Gemeinde Zuzwil. Das sind um 28 Personen oder 0,6 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Schon vor Jahresfrist war über ein Minus zu berichten gewesen. Das erstaunt, ist Zuzwil doch steuergünstig und geniesst einen guten Ruf. Der Ausländeranteil ist mit 11,1 Prozent nicht einmal halb so hoch wie im kantonalen Mittel. Die Gemeinde will moderat wachsen.

Doch was sind die Gründe für den neuerlichen Rückgang? Gemeindepräsident Roland Hardegger nennt die tiefe Anzahl Geburten. Gerade einmal 32 waren es im vergangenen Jahr – deutlich weniger als noch 2016. Diese tiefe Zahl ist schon fast alleine für den Bevölkerungsrückgang verantwortlich. Hardegger führt aber auch an, dass derzeit gleich vier grössere Überbauungen in Vorbereitung seinen. Darum rechnet er damit, dass in den nächsten Jahren wieder ein Wachstum einsetzt. Zumindest im Fall der geplanten Überbauung Neufeld in Züberwangen ist aber noch überhaupt nicht sicher, ob diese realisiert wird. Bereits gegen die dafür nötige Umzonung regt sich Widerstand und Anwohner haben mittels Unterschriftensammlung eine Urnenabstimmung erzwungen. Diese findet am 4. März statt. Heute Montagabend ab 19 Uhr informiert der Zuzwiler Gemeinderat zusammen mit dem Ortsplaner Armin Meier in der Aula des Schulhauses Züberwangen über die Abstimmungsvorlage «Teilzonenplan Neufeld».

Ein Schub rund um die Jahrtausendwende

Im vergangenen Jahr sind zudem mehr Personen aus der Gemeinde weggezogen als umgekehrt. 298 Personen meldeten sich auf dem Einwohneramt an, 329 zogen weg.

Betrachtet man die Zuzwiler Bevölkerungsentwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten, so ist die Gemeinde in dieser Zeitspanne um rund 1200 Personen gewachsen. Diese Zunahme um circa 35 Prozent ist der mit Abstand höchste Wert aller Gemeinden im Wahlkreis Wil. Einen Schub erlebte Zuzwil Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts. Alleine im Jahr 2001 ist die Gemeinde um 163 Personen gewachsen, was einem Wachstum um 4,3 Prozent innerhalb eines Jahres entspricht. Solche Werte sind heute allerdings kaum mehr möglich, da sich das Schweizer Volk im Jahr 2013 dafür ausgesprochen hat, die Landschaft zu erhalten. Darum muss nun weitgehend auf die Innenverdichtung gesetzt werden.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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