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Zuzwil verzeichnet Gewinn für 2018 und plant eine weitere Steuerfusssenkung

Wachsende Steuereinnahmen, massiver Ertragsüberschuss: Zuzwil vermeldet einen positiven Rechnungsabschluss für 2018. Für das diesjährige Budget stehen jedoch mehrere grosse Investitionen an.
Nicola Ryser
Die Gemeinde Zuzwil kann auf ein erfolgreiches Finanzjahr 2018 zurückschauen. Bild: PD

Die Gemeinde Zuzwil kann auf ein erfolgreiches Finanzjahr 2018 zurückschauen. Bild: PD

«Zuversichtlich zu sein, zeugt von einem gesunden Selbstvertrauen.» Diese Devise steht laut Zuzwiler Gemeindepräsident Roland Hardegger symbolisch für den Rechnungsabschluss seiner Gemeinde vom letzten Jahr, denn: «Mit unseren Finanzen dürfen wir selbstbewusst auftreten». In Zahlen ausgedrückt: Die Rechnung 2018 verzeichnete bei einem Gesamtaufwand von 23,9 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 26,3 Millionen Franken einen Gewinn von knapp 2,4 Millionen Franken. Vom Überschuss werden rund 1,9 Millionen Franken für zusätzliche Abschreibungen verbucht, die restlichen rund 513000 Franken fliessen ins Eigenkapital der Gemeinde. Dieses beträgt neu 9,96 Millionen Franken.

Von 100 Prozent in 2015 auf 87 Prozent in 2019

Grund für das positive Rechnungsergebnis seien neben den tieferen Nettoausgaben in den Bereichen Bürgerschaft, Behörden und Verwaltung vor allem die hohen Steuereinnahmen, sagt Hardegger. «Gegenüber dem Budget 2018 wurden insgesamt fast 1,9 Millionen Franken mehr eingenommen.» Vor allem die Einkommens- und Vermögenssteuern liegen über den Erwartungen. Im Vergleich zum Rechnungsabschluss 2017 verzeichnet die Gemeinde bei den Steuern somit Mehreinnahmen von rund 420000 Franken.

Roland Hardegger, Gemeindepräsident Zuzwil

Roland Hardegger, Gemeindepräsident Zuzwil

Demzufolge beantragt der Gemeinderat, den Steuerfuss von aktuell 92 auf 87 Prozent zu senken. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Gemeinde den Steuerfuss regelmässig reduziert, vor vier Jahren lag er noch bei 100 Prozent. Am 29. März werden die Bürgerinnen und Bürger über die Steuersenkung befinden. Der Gemeinderat sei jedoch zuversichtlich, dass die getroffenen Entscheide von der Bürgerschaft getragen werden.

Ziele der Legislatur bereits erreicht

Zurzeit befindet sich der Gemeinderat in der Halbzeit der Legislatur 2017–2020. Mit dem aktuellen Rechnungsabschluss könne man gestärkt in die zweite Hälfte gehen, sagt Hardegger:

«Im Bereich Finanzen haben wir bereits nach zwei Jahren die Ziele erreicht, die wir bei Legislaturbeginn festgelegt haben, darunter die Stärkung der Steuerkraft und der Ausbau des Steuersubstrats mit einem stabilen Steuerfuss.»

Nun gelte es, die Verschuldung der Gemeinde in einem erträglichen Mass zu halten und trotzdem weiter wichtige Projekte zu finanzieren und Investitionen zu tätigen. Darunter fallen in den nächsten Jahren nebst zahlreichen Strassensanierungen Überbauungen auch der Neubau der Dreifachturnhalle im Dorfzentrum – diese soll im August benutzbar sein –, die Sanierung des Dorfbachs sowie die Anpassung der IT-Infrastruktur an den Zuzwiler Schulen (siehe Infobox).

Investitionen in IT-Infrastruktur der Schulen

318000 Franken der für 2019 budgetierten 11,3 Millionen Franken bei den Nettoinvestitionen sollen in die IT-Infrastruktur der Schulen fliessen. «Der technische Wandel, die Digitalisierung im Unterricht sowie die Einführung des Lehrplans 21 stellen hohe Anforderungen an die IT-Infrastruktur», sagt Schulratspräsident Clemens Meisterhans. Die Schulen benötigten darum nicht nur eine stabile und schnelle Internetverbindung, sondern auch Hilfsmittel für die Lehrpersonen.

Mithilfe einer Expertise hat der Schulrat eine Standortbestimmung an den Schulen Zuzwil und Züberwangen vorgenommen, um die IT-Situation zu analysieren und Schwachstellen sowie Potenziale aufzudecken. Anhand der Ergebnisse wurden daraufhin mehrere Lösungsvarianten erstellt und miteinander verglichen. Der Schulrat bevorzugt dabei die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister, der Programme, Dienste oder Speicherplatz auf einer Cloud bereitstellt und auch für die Wartung und Konfiguration zuständig ist. Die Kosten würden sich über fünf Jahre verteilt auf 1,453 Millionen Franken belaufen, inklusive der 318 000 Franken für 2019. (nir)

Defizite werden vom Eigenkapital gedeckt

Im Budget 2019 rechnet die Gemeinde mit Nettoinvestitionen von rund 11,3 Millionen Franken, sprich 9,1 Millionen Franken mehr als 2018. «Darunter sind schon einige grosse Brocken», attestiert selbst Hardegger. Der Gemeinderat erwartet für das laufende Jahr einen Aufwand von knapp 24 Millionen Franken und einen Ertrag von 23,7 Millionen Franken. Darin berücksichtigt ist bereits der tiefere Steuerfuss von 87 Prozent.

Auch für die nächsten Jahre werde jeweils ein Defizit prognostiziert. Dies sei jedoch kein Grund zur Unruhe, sagt Gemeindepräsident Roland Hardegger: «Bei gleichbleibendem Steuerfuss können die Defizite mit dem vorhanden Eigenkapital gedeckt werden. Dieses soll bis 2023 immer noch knapp 5,4 Millionen Franken betragen.»

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