Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUZWIL: Projekt reduziert - Planungen teurer

Die Sanierung des Dorfbachs ist ein emotionales Thema. 20 Einsprachen sind dabei eingegangen. Nun wird das Projekt reduziert. Details zur Erneuerung von Brücken folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Trotzdem steigen die Planungskosten um knapp 30 Prozent.
Simon Dudle
Aus dem Dorfbach wurde 2015 ein reissender Fluss. Das Bachbett soll nun tiefer und breiter werden. (Bild: PD)

Aus dem Dorfbach wurde 2015 ein reissender Fluss. Das Bachbett soll nun tiefer und breiter werden. (Bild: PD)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Die Meldung im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde Zuzwil betreffend Sanierung des Dorfbachs lässt aufhorchen: Von einem «reduzierten Projekt» ist die Rede. Die Reduktion betrifft die Detailpläne der Brücken. Deren 15 queren auf der zweieinhalb Kilometer langen Strecke durch das Dorf den Bach. Jene bei der Gehrenstrasse, der Ausserdorfstrasse und der Mühlestrasse sind in den vergangenen Jahren erneuert worden und es müssen nur noch kleine Anpassungen getätigt werden. Bei den anderen 12 Übergängen – teilweise sind es auch private Zugänge zu Liegenschaften – sind hingegen bauliche Anpassungen nötig. «Erst wenn ein rechtskräftiges Sanierungskonzept vorliegt, werden die Detail- und Ausführungspläne für die Brücken erstellt. Das sind aufwendige Planungen», sagt Zuzwils Gemeindepräsident Roland Hardegger auf Anfrage.

An den Gesamtkosten von rund acht Millionen Franken soll sich nichts ändern. Wer wie viel zu bezahlen hat, ist offen. Es darf davon ausgegangen werden, dass Bund und Kanton 50 bis 60 Prozent der Kosten tragen und der Rest von der Politischen Gemeinde Zuzwil und den privaten Anstössern des Baches mit Perimeterbeiträgen beigesteuert wird.

Tiefbauamt fordert diverse Nachweise

Die Planungskosten werden allerdings höher als ursprünglich erwartet. Als das Projekt im Jahr 2015 angestossen wurde, ging man von einem geschätzten Betrag in der Höhe von 420000 Franken aus. Nun soll sich dieser aber auf 540000 Franken erhöhen, was einem Plus von rund 29 Prozent entspricht. Das Projekt sei komplexer geworden als ursprünglich gedacht. Zudem fordere das kantonale Tiefbauamt nach der Vorprüfung nun weitere, umfangreiche Nachweise in den Bereichen Hydrogeologie, Bodenschutz, Gefahrenkarte, Bepflanzung, Gestaltung und Bewirtschaftung, sagt Hardegger. 335000 Franken hat das Volk in den vergangenen Jahren bereits gesprochen. Für das laufende Jahr verbleibt somit ein Betrag von 205000 Franken, welche der Souverän an der Bürgerversammlung Ende März im Rahmen des Budgets für das Jahr 2018 zu genehmigen hat.

Wann die Sanierungsarbeiten ausgeführt werden, ist offen. Hardegger verzichtet auf die Angabe einer Jahreszahl. Eine einzige Einsprache kann für eine jahrelange Verzögerung sorgen, wenn sie bis vor das Bundesgericht weitergezogen wird. Widerstand gibt es bereits. Der angepasste Teilzonenplan sowie der Baulinienplan (Gewässerraum-Sicherung) haben für 20 Einsprachen gesorgt. Diese bleiben bis zur öffentlichen Auflage des Bauprojekts sistiert. Neu Diskussionen sind so gut wie sicher, wenn feststeht, wie viel die Grundstückbesitzer beisteuern müssen.

Tiefer, breiter und mit einer zusätzlichen Kurve

Dass etwas gemacht werden muss, wurde im Juni 2015 deutlich, als der Dorfbach letztmals Hochwasser führte und einen beträchtlichen Teil des Zuzwiler Mettlengebiets unter Wasser setzte. Der Bach soll tiefer und breiter werden – und im unteren Teil im Mettlenquartier eine künstliche Kurve (Ausleitung) erhalten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.