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ZUZWIL: Pfarreirat nimmt geschlossen den Hut

Der Pfarreirat Zuzwil-Züberwangen tritt aus Solidarität mit dem gekündigten Pfarrer Simon Niederer per sofort zurück. Währenddessen erhält der Zuzwiler Kirchenverwaltungsrat die vorbehaltlose Unterstützung der anderen Räte in der Seelsorgeeinheit.
Ursula Ammann
Die Katholische Kirchgemeinde Zuzwil-Züberwangen spaltet sich zunehmend in zwei Fronten. (Bild: Ursula Ammann)

Die Katholische Kirchgemeinde Zuzwil-Züberwangen spaltet sich zunehmend in zwei Fronten. (Bild: Ursula Ammann)

ZUZWIL. Der Graben, der sich durch die Katholische Kirchgemeinde Zuzwil-Züberwangen zieht, wird immer tiefer. Auf der einen Seite stehen der Kirchenverwaltungsrat und die Kritiker von Pfarrer Simon Niederer, auf der anderen Seite dieser selbst und seine Befürworter. Mit aller Deutlichkeit hinter den Pfarrer stellt sich nun auch der Pfarreirat Zuzwil-Züberwangen. Er tritt geschlossen und per sofort zurück – aus Entsetzen über die Kündigung, die der Kirchenverwaltungsrat gegenüber Pfarrer Niederer ausgesprochen hat.

«Wir sind überzeugt, dass unser Pfarrer ein ausgezeichneter Seelsorger ist und sehr gut für die Gläubigen arbeitet», schreibt der Pfarreirat in einer Stellungnahme. Die Zusammenarbeit mit ihm sei stets angenehm und sachlich gewesen. Auf einzelne Mitglieder des Kirchenverwaltungsrats treffe das hingegen nicht zu. So habe man mehrfach erlebt, «wie respektlos und auf unterster Schublade argumentierend» diese gegenüber Simon Niederer aufgetreten seien.

Kirchenverwaltungsräte halten zusammen

Gemäss dem Kirchenverwaltungsrat war es jedoch der Pfarrer, der sich ehrverletzend verhalten hat. Schon länger gibt es Spannungen zwischen den Behörden und dem Geistlichen. Die Ereignisse der letzten Wochen brachten das Fass zum Überlaufen. Per Inserat, Plakat und Flugblatt stellten der Pfarrer und eine neugegründete IG «Transparenz und Menschlichkeit in der Pfarrei» den Kirchenverwaltungsrat öffentlich an den Pranger, weil dieser der Pfarreisekretärin Sandra Monsorno gekündigt hatte.

Mit Pfarrer Niederers Gang an die Öffentlichkeit habe die Situation auch für die Kirchgemeinden Niederhelfenschwil-Zuckenriet und Lenggenwil belastende Formen angenommen, schreiben deren Verwaltungsräte in einer gemeinsamen Stellungnahme. Diese benachbarten Kirchgemeinden gehören seit 2015 zusammen mit Zuzwil-Züberwangen zur Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland, weshalb Simon Niederer auch dort als Seelsorger wirkt. «Mit seinen ehrverletzenden Aussagen gegenüber der Arbeit der Kirchenverwaltungsräte hat er auch bei uns einen irreparablen Schaden verursacht», ist in der Stellungnahme festgehalten. Die Kirchenverwaltungsräte sind sich einig, dass eine Lösung des Konflikts ohne personelle Veränderung als «illusorisch zu betrachten ist». Sie unterstützen das Vorgehen des KVR Zuzwil-Züberwangen bezüglich der Kündigung von Pfarrer Niederer deshalb vorbehaltlos und sind überzeugt, dass der von Bischof Markus vorgeschlagene Stellenwechsel «der richtige Weg ist».

Bei der Errichtung der neuen Seelsorgeeinheit habe man die Zusammenarbeit mit Simon Niederer unbefangen angehen wollen, betonen sowohl die Kirchenverwaltungsräte Niederhelfenschwil-Zuckenriet und Lenggenwil als auch der Kirchenverwaltungsrat Zuzwil-Züberwangen. Letzterer schreibt in einer Medienmitteilung, dass man schnell habe erkennen müssen «wie schwierig und wenig konstruktiv» sich die Zusammenarbeit mit Niederer gestalte.

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