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ZUZWIL: Haus und Herd für ein paar Stunden vergessen

Die Frauengemeinschaft Zuzwil feierte an der Hauptversammlung ihr 100-jähriges Bestehen. Obwohl sich in dieser Zeit vieles verändert hat, zählt der Verein noch immer 278 Mitglieder.
Vroni Krucker
Das Vorstandsteam im Charleston-Look (von links): Nicole Hamburger, Heidi Schlauri, der Pfarreibeauftragte Rolf Tihanyi, Karin Rüegg und Theres Truniger. (Bild: Vroni Krucker)

Das Vorstandsteam im Charleston-Look (von links): Nicole Hamburger, Heidi Schlauri, der Pfarreibeauftragte Rolf Tihanyi, Karin Rüegg und Theres Truniger. (Bild: Vroni Krucker)

Liebevoll hatten die Vorstandsfrauen den Saal im Stil des Gründungsjahres geschmückt. Präsidentin Heidi Schlauri konnte zur Jubiläums-HV einige Ehrengäste willkommen heissen. Die Traktanden waren zügig erledigt. Nach der Versammlung und dem Abendessen unterhielt das Musik-Kabarett Singerella mit ihrem Programm «läbenamlimit».

Am 20. Januar 1918 wurde der katholische Frauen- und Mütterverein Zuzwil mit 52 Mitgliedern gegründet. Ziel war es, das religiöse Leben und die Gemeinschaft unter den Frauen und Müttern zu fördern, und die Erziehung der Kinder im Sinne der katholischen Kirche zu gestalten. Die Frauen hatten meist noch keinen Beruf, aber einen strengen Alltag. Die erwähnten Anlässe waren die einzige Möglichkeit, Haus und Herd für ein paar Stunden hinter sich zu lassen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts hatte sich vieles verändert, auch das Frauenbild im Allgemeinen. Gehörte man früher mit 50 schon fast zum «alten Eisen», gestalten die heutigen Frauen in diesem Alter ihr Leben oft neu, zum Beispiel mit einer Zweitausbildung.

Die Mitgliedschaft in der Frauengemeinschaft ist nicht mehr an eine Konfession gebunden. Die Angebote sind vielseitiger, der Verein ist offen für die aktuellen Anliegen der heutigen Zeit. Jüngere Frauen setzen sich für die Belange der Familien ein. Die Vorstandsfrauen bilden sich weiter und nutzen die Angebote des schweizerischen Dachverbandes. Die Präsidentinnen und Vorstände haben dem Verein jeweils ihren eigenen Stempel aufgedrückt, aber auch viel Herzblut hineingegeben. Bewährtes wurde belassen, Neues eingebracht. So sind die Stricknachmittage noch heute beliebt und der gemeinsame Zmorge ein Höhepunkt.

Die ehemalige Präsidentin Heidi Kegel erinnert sich vor allem an drei Referenten: Der Literat Max Feigenwinter, der Radiomann Ruedi Josuran und Christian Jud, ehemaliger Redaktor der Wiler Zeitung. Im Vorstand wurden damals die Gewänder für die Sternsinger genäht – aus allem, was daheim zu finden war.

Es gibt noch Frauen, die sich engagieren

War früher das Präsidentenamt eine Ehre, ist es heute schwierig, Frauen für den Vorstand zu gewinnen, haben viele doch einen Teilzeitjob, und die Ansprüche von Schule, Beruf und Umfeld sind gestiegen. Trotzdem finden sich immer wieder gute Geister, die sich zum Wohle der Gemeinschaft engagieren.

Vroni Krucker

redaktion@wilerzeitung.ch

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