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ZUZWIL: Geplantes Glasfasernetz bewegt

Die Zuzwiler Bevölkerung stimmt am 3. Juli an der Urne über einen 6,5-Millionen-Kredit für ein flächendeckendes Glasfasernetz ab. Am Montagabend fand ein Informationsabend statt. Die Fragen waren weitreichend.
Ursula Ammann
Sind bereit für ein flächendeckendes Glasfasernetz (von links): Projektleiter Rudolf Peter, Markus Schlatter von der Leucom Stafag AG, Sven Guyer von der Swisscom, Gemeindepräsident Roland Hardegger und Gemeinderat Urs Flammer. (Bild: Ursula Ammann)

Sind bereit für ein flächendeckendes Glasfasernetz (von links): Projektleiter Rudolf Peter, Markus Schlatter von der Leucom Stafag AG, Sven Guyer von der Swisscom, Gemeindepräsident Roland Hardegger und Gemeinderat Urs Flammer. (Bild: Ursula Ammann)

ZUZWIL. «Früher hat man einen Brief bekommen und sich dann mit der Antwort eine Weile Zeit gelassen. Heute wird erwartet, dass auf eine E-Mail innert weniger Stunden eine Rückmeldung kommt.» Mit diesem Beispiel verdeutlichte Gemeindepräsident Roland Hardegger den Wandel in der Kommunikationswelt, der das Netz aufgrund der zunehmenden Datenmengen an seine Kapazitätsgrenzen bringt. Um dieses Netz ging es am Montagabend im Pfarreiheim Zuzwil, wo sich rund 80 Personen zu einem Informationsabend über die Abstimmungsvorlage «Fiber to the Home» FTTH (siehe Infokasten) einfanden. Zuzwil soll ein flächendeckendes Glasfasernetz erhalten, wofür die Gemeinde beim Volk einen Kredit von 6,5 Millionen Franken beantragt. Die Abstimmung findet am 3. Juli statt.

Ein Netz, verschiedene Player

Ziel sei es, ein Netz zu schaffen, auf dem verschiedene Player ihre Dienstleistungen anbieten können, erklärte Gemeinderat Urs Flammer, Mitglied des Projektteams. «Wir wollen den Wettbewerb spielen lassen.» Beim vorliegenden Projekt sei es möglich, im gleichen Zug Vorkehrungen für das Elektrizitätswerk zu treffen und die Tiefbauarbeiten zu konzentrieren. «Ein gutes Netz», so Flammer, sei zweifelsohne ein Standortvorteil für eine Gemeinde.

Das Glasfasernetz möchte die Gemeinde gemeinsam mit der Swisscom und der Leucom Stafag AG realisieren. Man habe verschiedene Modelle geprüft – darunter auch den Alleingang oder den Verkauf des heutigen GA-Netzes, sagte Rudolf Peter, Projektleiter. Die Kooperation mit den beiden Partnern habe sich als beste Lösung herauskristallisiert. «Die Swisscom ist Hauptplayer auf dem Markt, deshalb wollten wir sie mit im Boot haben», erklärte er. Die Leucom Stafag AG habe ein gutes Angebot gemacht und sei zudem schon seit 40 Jahren in Zuzwil tätig. Da die Swisscom nur einen Vertragspartner akzeptiert, hat die Gemeinde mit der Leucom Stafag AG einen Vertrag für eine einfache Gesellschaft namens zuzwil.net mit Sitz in Zuzwil abgeschlossen.

«Chance nutzen»

An der Informationsveranstaltung gab es etliche Fragen unterschiedlichster Natur.

Eine Person stellte die Frage, ob sie mit einem Ja die Verpflichtung eingehe, das Glasfasernetz nach dem Einbau zu nutzen oder ob sie nach wie vor Angebote über das Kupfernetz der Swisscom erhalten könne. Der Kunde habe weiterhin die Wahlfreiheit, erklärte Sven Guyer von der Swisscom. Die Angebote seien auf beiden Netzen vorhanden und dies zum gleichen Preis.

Walter Kerschbaumer, Präsident der SVP-Ortspartei, fragte kritisch in den Raum, ob das Risiko für die Gemeinde, einen Vertrag für eine einfache Gesellschaft einzugehen, nicht zu hoch sei, zumal sie bei einem Konkurs hafte. Dieses Risiko bestehe allerhöchstens während der Bauzeit und sei praktisch inexistent, antwortet Markus Schlatter von der Leucom Stafag AG.

Ein Votant hinterfragte, ob die Regeln bezüglich des öffentlichen Beschaffungswesens bei diesem Projekt eingehalten worden seien. Urs Flammer entgegnete, dass man verschiedene Offerten eingeholt habe, bevor es zur Kooperation mit den beiden Partnern gekommen sei.

Weitere Fragen betrafen die Kosten, die für die Erschliessung oder für künftige Abos anfallen. Das Schlussvotum hielt ein junger Zuzwiler. Er sei begeistert, dass die Gemeinde das FTTH-Projekt anpacke. «Diese Chance müssen wir nutzen», sagte der junge Mann.

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