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ZUZWIL: Der Sturm zieht ab

An der Kirchbürgerversammlung von Katholisch-Zuzwil ging es am Montagabend im Pfarreiheim deutlich weniger emotional zu und her als noch vor Jahresfrist. Als Nächstes sucht der Pfarreiseelsorger nach neuen Pfarreiräten und das Bistum nach einem Pfarrer.
Simon Dudle
Norovirus im «Lindenbaum» (Bild: Elina Zingg)

Norovirus im «Lindenbaum» (Bild: Elina Zingg)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

«Der Neuanfang ist geschafft», sagte Kirchenverwaltungsratspräsident Marcel Alder wenige Augenblicke nach der jährlichen Versammlung. Hinter ihm lag ein gut einstündiger Anlass, der fast durchwegs in Minne verlaufen war. «Die Talsohle ist durchschritten», ergänzte Alder.

Ins gleiche Horn blies Pfarreiseelsorger Rolf Tihanyi. Er sagte: «Es herrscht Aufbruchstimmung und es weht ein frischer Wind.» So hätten im vergangenen halben Jahr zwölf neue Ministranten aufgenommen werden können und die Gottesdienste seien wieder besser besucht. Weit weg waren die Querelen, welche einen Graben in die Kirchgemeinde getrieben hatten. Noch vor Jahresfrist an gleicher Stelle, nach einem Eclat mit dem Abgang von Pfarrer Simon Niederer, emotional diskutiert worden.

Neuer Pfarreirat soll im Sommer loslegen

Einige aus dieser Zeit herrührende Pendenzen konnten mittlerweile erledigt werden, andere noch nicht. Der Kirchenverwaltungsrat ist seit Montag wieder komplett. Nach den Rücktritten von Elisabeth Jud und Yvonne Hutter wurden Helen Karrer und Lydia Thoma in dieses fünfköpfige Gremium gewählt.

Zu den noch offenen Pendenzen zählt in erster Linie die Besetzung der Pfarrstelle. Aktuell hilft der Wiler Stadtpfarrer Roman Giger aus – und wird das wohl noch eine Weile tun. Alder geht davon aus, dass es noch zwei bis drei Jahre dauert, bis diesbezüglich eine Nachfolgeregelung gefunden ist – Stichwort Pfarrermangel. Verantwortlich ist das Bistum.

Eine weitere Aufgabe ist die Bestellung eines neuen Pfarreirats. Seit dem geschlossenen Rücktritt im November 2016 gibt es keinen mehr. Rolf Tihanyi hat mit der Rekrutierung begonnen. Er möchte, dass dieses Gremium für mehr verantwortlich zeichnet als für das Bereitstellen von Apéros. Darum ist seit vergangener Woche eine eigene Apéro-Gruppe im Einsatz. Der Pfarreirat soll auch seelsorgerisch tätig sein. «Wie viele Leute diesem Pfarreirat angehören werden, ist offen. Optimal wären sechs. Die ersten ein bis zwei Namen habe ich bereits», sagte Tihanyi. Sein Ziel ist es, dass der Pfarreirat nach den Sommerferien seine Arbeit aufnehmen kann.

Pfarrhaus in Züberwangen wird trotz Kritik erneuert

Ebenfalls noch offen ist ein Rechtsstreit mit der einstigen Sekretärin Sandra Monsorno. Sie bekämpft ihre Kündigung mittels Klage und fordert unter anderem sechs Monatsgehälter Entschädigung («Wiler Zeitung» vom 2. März). Am Montag gab es keine weiteren Informationen dazu.

Zu einer kurzen Diskussion kam es an der Versammlung beim Traktandum «Sanierung Pfarrhaus Züberwangen». Die Erneuerungskosten belaufen sich auf knapp 197000 Franken. Es wurde moniert, der Betrag sei «viel zu hoch» und man könne die Sanierung auch günstiger haben. Alder entgegnete, die Schäden seien «gravierend». Mit sieben Gegenstimmen wurde die Sanierung klar angenommen.

Und was sagt eigentlich die IG-Transparenz, welche sich in der Vergangenheit wiederholt eingebracht hatte, zur aktuellen Situation? Sprecherin Claudine Hofer brachte sich das eine oder andere Mal in die Versammlung ein und sagte hinterher auf Anfrage: «Ich hätte mir erhofft, dass an der Versammlung mehr Stimmen zum vorhandenen Unmut über die Ausgabenposten zu hören gewesen wären. Die Kosten unserer Verwaltung, welche alleine für Honorare, Sitzungsgelder und Spesen anfallen, liegen seit drei Jahren konstant überdurchschnittlich hoch.» Aus Hofers Sicht sprechen zudem die 30 Kirchenaustritte des vergangenen Jahres eine deutliche Sprache.

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