ZUZWIL: Das Projekt ist in den Startlöchern

Die Stimmbürgerschaft befindet im November über den Bau einer neuen Dreifachturnhalle. Das Projekt liegt nun vor. Eine der Herausforderungen war es, das Kostendach von zehn Millionen Franken einzuhalten.

Ursula Ammann
Drucken
Teilen
So präsentiert sich die neue Dreifachturnhalle gemäss Projekt im Bereich des Haupteingangs von aussen. Visualisierungen: PD

So präsentiert sich die neue Dreifachturnhalle gemäss Projekt im Bereich des Haupteingangs von aussen. Visualisierungen: PD

Ursula Ammann

ursula.ammann@wilerzeitung.ch

Schon in zwei Jahren könnte sie bezugsbereit sein: die neue Dreifachturnhalle in Zuzwil. Dies, ­sofern alles reibungslos verläuft und das Volk zur millionenschweren Investition in die Infrastruktur Ja sagt. Im November befinden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne dar­über, ob sie den Kredit (siehe Infokasten) für den Bau der neuen Dreifachturnhalle gutheissen wollen. Vorgängig ist eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant, um die Bevölkerung im Detail über das Bauprojekt zu informieren. Gestern ist dieses den Medien präsentiert worden.

Mittagstisch kann im Mehrzweckraum stattfinden

Das Projekt sieht den Rückbau der über 30-jährigen Turnhallen 2 + 3 vor. An deren Stelle rückt die neue Dreifachturnhalle. Diese wird in vielerlei Hinsicht den Bedürfnissen der Schule und der Vereine gerecht, auch in Bezug auf die Garderoben. Davon gibt es neu sechs – mit Duschen, Lavabo und Föhn. Vor allem aber entsteht durch den Neubau mehr Raum. «Der Fussballclub und der Unihockeyclub müssen für die Wintertrainings künftig nicht mehr auswärtsgehen, sondern können diese in Zuzwil abhalten», sagt Gemeindepräsident Roland Hardegger. Auch für die Schule ergäben sich Vorteile, sagt er. Nicht zuletzt, weil auch ein Mehrzweckraum geplant ist, der als neuer, freundlicher Standort für den Mittagstisch dient.

Einfügung in ein gewachsenes Ensemble

Die Halle wird als Holzbau ausgeführt. Dieser Rohstoff komme vor allem im Innern zum Vorschein und sorge für eine bessere Raumstimmung, sagt Architekt Andreas Noetzli von Hertig ­Noetzli Architekten in Aarau. Die Aussenfassade werde mit einem Verputz versehen. «Uns war es wichtig, das riesige Volumen der neuen Halle in die Gesamtanlage zu integrieren», erklärt er.

Der Bedarf für eine neue Turnhalle wird in Zuzwil zwar nicht angezweifelt, die FDP fordert jedoch einen Neubau unter zehn Millionen Franken. Der bei der Bürgerschaft beantragte Kredit liegt nun bei 10,13 Millionen Franken. Über eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach kann separat abgestimmt werden. Bei einem provisorischen Kostenvoranschlag sei man zuerst auf über elf Millionen Franken gekommen, sagt Karlpeter Trunz von der Trunz +Wirth AG, der neben Planung und der Bauleitung auch fürs Kostenmanagement zuständig ist. «Wir konnten an verschiedenen Positionen Einsparungen vornehmen, ohne substanzielle Abstriche machen zu müssen», sagt Trunz. So wurde beispielsweise nach technischen Vereinfachungen gesucht. Zudem hat man zuerst mit neuen Geräten gerechnet, obwohl die bisherigen übernommen werden können. Mit 200000 Franken aus dem Turnhallenfonds beteiligt sich auch der Turnverein an den Kosten. Die Ausrichtung des Betrags ist jedoch an verschiedene Bedingungen geknüpft.

Er hoffe auf ein deutliches Ja zu diesem Neubauprojekt, sagt Roland Hardegger und betont dessen Nachhaltigkeit. Wenn der Kredit genehmigt worden sei, gehe es sofort an die Baueingabe und die öffentliche Auflage.

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich Anfang Juli. Ziel ist es, die neue Dreifachturnhalle der Schule und den Vereinen ab Schulbeginn 2019/2020 zu übergeben.