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ZUZWIL: Das hätte böse enden können: Hang neben Strasse rutscht gleich zweimal

Innerhalb von gut drei Wochen ist ein Hang neben einer dicht befahrenen Strasse gleich zweimal abgerutscht. Die Konsequenzen werden noch mehrere Monate spürbar sein.
Simon Dudle
Hangsicherung nach dem zweiten Zwischenfall: Die Oberdorfstrasse war zwei Tage lang komplett gesperrt. (Bild: PD)

Hangsicherung nach dem zweiten Zwischenfall: Die Oberdorfstrasse war zwei Tage lang komplett gesperrt. (Bild: PD)

Gleich zweimal ist ein Hang unmittelbar neben der Verbindungsstrasse von Zuzwil nach Wuppenau (Oberdorfstrasse) binnen 23 Tagen abgerutscht. Beim ersten Mal am 26. Januar waren die Auswirkungen nicht allzu gravierend und die Gemeinde Zuzwil reagierte mit Sofortmassnahmen. Am vergangenen Sonntagabend bewegte sich der Hang erneut. Das Erdmaterial überzog die Strasse nicht vollständig, aber doch teilweise. Es bestand Verletzungsgefahr. Glücklicherweise war zur Zeit des Hangrutsches niemand zugegen.

Diese Blache soll den Hang vor Wasser schützen. (Bild: PD)

Diese Blache soll den Hang vor Wasser schützen. (Bild: PD)

Am Montagmorgen wurde die Situation mit einem Biologen und einem Ingenieur analysiert. «Rund 250 bis 300 Kubikmeter Material wurden abgeführt. Nun ist der Hang mit Blachen überzogen, so dass er nicht direkt mit Regen oder Schnee in Kontakt kommt», sagt Zuzwils Gemeindepräsident Roland Hardegger.

Zwei ganze Tage blieb die Oberdorfstrasse gesperrt, ehe sie am Dienstagabend wieder freigegeben werden konnte. Allerdings ist sie bis auf weiteres nur einspurig befahrbar und eine Lichtsignalanlage regelt den Verkehr. Die dem Hang zugewandte Strassenseite bleibt aus Sicherheitsgründen noch Monate gesperrt und dient als Auffangbecken, falls es einen dritten Hangrutsch geben sollte. Nahe der Strassenmitte sollen Bretter dafür sorgen, dass allfälliges Material nicht auf die andere Strassenseite rutscht.

Volk entscheidet Ende März über die Sanierung

Die eigentliche Sicherung des Hanges erfolgt ab Mai, wenn die gesamte Oberdorfstrasse saniert wird. Voraussetzung ist, dass die Stimmbürger Zuzwils an der Gemeindeversammlung Ende März dem Sanierungskredit von 860000 Franken für den Abschnitt bis zur Kantonsgrenze zustimmen. Die gesamte Bauzeit soll drei bis vier Monate betragen. Es ist geplant, dass die Strasse in Fahrtrichtung Thurgau jederzeit benutzt werden kann, Richtung Zuzwil aber eine grossräumige Umfahrung nötig wird.

"Ein gewisses Restrisiko besteht"

Nachdem ein und derselbe Hang unmittelbar neben der Verbindungsstrasse von Zuzwil nach Wuppenau binnen weniger Wochen gleich zweimal abgerutscht ist, stellen sich Fragen. Zuzwils Gemeindepräsident Roland Hardegger nimmt Stellung.

Der Hang wird bis im Frühling so belassen, wie er jetzt ist. Können Sie garantieren, dass nichts mehr passiert?
Ich weiss leider nicht, wie sich die Natur bewegt. Wir hoffen, dass nichts passiert. Aber ein gewisses Restrisiko besteht.

Hätte man diese beiden Hangrutsche vorhersehen können oder müssen?
Nein. Im Zusammenhang mit der Projektierung für die bevorstehende Sanierung dieser Strasse konnte man sehen, dass dort immer etwas Wasser läuft. Man hat die Situation im Auge behalten. Der Hang war in den vergangenen Jahren stabil. Es war aber immer klar, dass im Rahmen der Strassensanierung eine neue Sickerleitung gebaut werden muss, damit das Wasser abfliessen kann. Das ist nun auch geplant.

Die Strassensperre hatte spürbare Konsequenzen für das Dorf. Welche?
Die Autofahrer waren sich scheinbar nicht bewusst, was ein rot-weisses Fahrverbotsschild vor ihnen bedeutet. Also fuhren sie einfach durch und mussten dann umkehren, weil ein Bagger im Weg stand. Teilweise waren es auch Lastwagen, welche die gesperrte Strasse nutzten. Es gab Schleichwege wie zum Beispiel über das Gebiet Tüfenwies, wo es in kürzester Zeit deutlich mehr Verkehr hatte. Es handelt sich dort um eine offizielle Durchgangsstrasse ohne Fahrverbot. Also war das legitim. Im Zusammenhang der bevorstehenden Sanierung der Verbindungsstrasse von Zuzwil nach Wuppenau braucht es auch für das Gebiet Tüfenwies Massnahmen.

Die Hangsanierung bringt zusätzliche Kosten mit sich. Wer muss zahlen?
Das ist noch völlig offen. Wir klären derzeit ab, ob die Versicherung, Grundeigentümer, Gemeinde oder Öffentliche Hand zur Kasse gebeten werden.

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