ZUZWIL: Baggern für den Busbahnhof

Gestern haben die Arbeiten für eine neue Umsteigeanlage an der Herbergstrasse begonnen. Was mit dem Mammutbaum passiert, für den sich über 200 Bürger wehrten, ist noch unklar.

Ursula Ammann
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Auf beiden Seiten der Herbergstrasse entstehen Haltebuchten, wo je zwei Busse hintereinander warten können, ohne den fliessenden Verkehr zu behindern. Begonnen wurde auf der Westseite. In rund drei Wochen starten die Arbeiten auf der Ostseite, wo auch der 45-jährige Mammutbaum steht. (Bild: Andrea Häusler)

Auf beiden Seiten der Herbergstrasse entstehen Haltebuchten, wo je zwei Busse hintereinander warten können, ohne den fliessenden Verkehr zu behindern. Begonnen wurde auf der Westseite. In rund drei Wochen starten die Arbeiten auf der Ostseite, wo auch der 45-jährige Mammutbaum steht. (Bild: Andrea Häusler)

Ursula Ammann

ursula.ammann@wilerzeitung.ch

Wer von Wil mit dem Postauto Richtung Niederhelfenschwil oder Gossau fährt, muss – je nach Linie und Reiseziel – in Zuzwil umsteigen. Künftig werden die Fahrgäste dies ausschliesslich an der Herbergstrasse tun. Dort haben gestern Mittwoch die Arbeiten an der neuen Umsteigeanlage «Industrie» begonnen, an der drei Buslinien zusammenlaufen werden (Wil–Uzwil, Wil–Nieder­helfenschwil und Wil–Gossau). Beidseitig entstehen neben der Strasse Haltebuchten, wo je zwei Postautos hintereinander warten können – ohne den fliessenden Verkehr zu behindern. Ebendies war an der Haltestelle Schule, die bis anhin als Umsteigeknoten diente, ein Problem. Dorfeinwärts musste das Postauto jeweils auf der Strasse warten. Für die Autofahrer, die sich hinter dem Postauto befanden, war jeweils unklar, ob sie überholen können oder nicht. «Das führte teils zu gefährlichen Situationen», sagt der Zuzwiler Gemeindepräsident Roland Hardegger.

Den Anstoss für die Umsteigeanlage gab aber der Kanton. Dieser beteiligt sich denn auch zu 50 Prozent an den Kosten von insgesamt rund 360000 Franken. Das Projekt wird behindertengerecht gestaltet. Zudem gibt es beidseitig gedeckte Unterstände für wartende Buspassagiere.

Sicherheitsrisiko durch beschädigte Wurzeln

Die Arbeiten haben auf der westlichen Seite der Herbergstrasse begonnen – zwischen Fussballplatz und Werkhof. Dort werden für das Projekt (inklusive Trottoirverlängerung bis zum TopCC) knapp 300 Quadratmeter Land benötigt. Auf der östlichen Seite, neben der ABB, sind es rund 150 Quadratmeter. Auf dem dortigen Planungsareal befindet sich auch ein gut 45-jähriger Mammutbaum. Dieser müsse stehen bleiben, forderten Ende Juni über 200 Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Unterschrift. «Es ist unser Ziel, den Baum zu erhalten», sagt Roland Hardegger. Doch sollte das Wurzelwerk durch die Arbeiten Schaden nehmen, müsse man den Baum fällen, da er sonst zum Sicherheitsrisiko werde, beispielsweise bei einem Sturm. Als Ersatz würde laut Hardegger ein anderer Baum gepflanzt. «Ein einheimischer Laubbaum.» Wie es um den Mammutbaum steht, wird sich zeigen, wenn die Arbeiten auf der östlichen Seite beginnen. Das ist in etwa drei Wochen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Bauarbeiten bis Anfang November abgeschlossen sind. Der Einbau der Deckbeläge folgt im Frühsommer 2018.

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