Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nach Hangrutsch auf A1 bei Wil: Das Astra sucht nach Lösungen – ein Provisorium kommt nicht in Frage

Seit dem Gewitter vom 15. Juli klafft ein riesiges Loch in der nördlichen Autobahnböschung bei Wil. Mehrere Tonnen Erdreich wurden an jenem Sonntagabend auf die Fahrbahn gespült. Nun sucht das Astra nach einer sinnvollen Übergangslösung.
Hans Suter
(Bild: Hans Suter)
(Bild: Hans Suter)
(Bild: Hans Suter)
(Bild: Hans Suter)
(Bild: Hans Suter)
(Bild: Hans Suter)
(Bild: Hans Suter)
7 Bilder

Unwetterfolgen auf Autobahn A1 bei Wil

Es geschah 20 Jahre zu früh. Statistisch gesehen hätte das Schadenereignis vom 15. Juli nicht vor dem Jahr 2035 eintreten sollen. Zudem wäre das Ereignis dann ohne Schaden geblieben. Denn bis dahin wäre das geplante Hochwasserschutzkonzept der Gemeinden Wil, Rickenbach, Wilen und Sirnach wohl schon seit mehr als zehn Jahren umgesetzt gewesen. Weil sich aber Petrus nicht an die Statistik hält, hat man nun den Schaden.

Suche nach Lösungen läuft

Die Folgen des Unwetters werfen gleich mehrere Fragen auf: Wie, wann und durch wen wird die Autobahnböschung saniert? Stellt die aktuelle Situation eine Gefahr dar? Wie gross darf die Investition vor der Umsetzung des Hochwasserschutzkonzepts noch sein? Zuständig ist das Bundesamt für Strassen (Astra). «Wie die Böschung saniert wird, lässt sich heute noch nicht abschliessend beantworten», sagt Mediensprecher Silvan von Wartburg. «Die zuständigen Stellen arbeiten derzeit an der Beurteilung verschiedener Lösungsvarianten.» Daher könnten derzeit weder zum Zeitpunkt der Umsetzung noch zur Höhe der Kosten zuverlässige Angaben gemacht werden.

Eines jedoch stehe fest: «Es macht keinen Sinn, jetzt ein Provisorium zu errichten.» Hinter dieser Aussage verbirgt sich ein grosses Werk: Voraussichtlich um das Jahr 2021 wird das Hochwasserschutzkonzept der beteiligten Gemeinden umgesetzt. Dieses umfasst als einen der wesentlichen Bestandteile den Bau eines zweiten Dükers. Durch diesen kann in Zukunft rund die doppelte Menge an Wasser des Krebsbaches unter der Autobahn hindurch in Richtung Rickenbach abfliessen. Dass das Wasser im Bereich der Larag wie heute in Extremsituationen vor dem Düker staut und die Autobahnböschung hinunterfliesst, gilt für die Zukunft als nahezu ausgeschlossen. Deshalb sucht das Astra nach einer baulichen Lösung, die sowohl technisch als auch ökonomisch sinnvoll ist.

Kein kurzfristiges Provisorium

Das bedingt allerdings, dass die aktuelle Situation kein Sicherheitsproblem darstellt. Bereits seit anderthalb Wochen klafft das Loch nun in der Autobahnböschung. Kann bei einem heftigen Gewitter nicht wieder Erdreich ausgeschwemmt werden und die Fahrbahn verschütten? «Der aktuelle Zustand wird nicht als Gefahr eingestuft», sagt Silvan von Wartburg. Deshalb werde auf ein kurzfristiges Provisorium verzichtet. Vielmehr werde eine Lösung angestrebt, die bis zur Umsetzung des Hochwasserschutzprojekts Gewähr biete, dass kein Erdreich mehr auf die Fahrbahn gespült werden kann. Als Möglichkeiten bieten sich Felsblöcke oder Matten an.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.