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ZUSAMMENSCHLUSS: Ja zum nächsten Fusionsschritt

Die Stimmberechtigten der Katholischen Kirchgemeinde Niederglatt bewilligen die Prüfung zur Vereinigung mit Flawil, Degersheim und Wolfertswil-Magdenau. Allerdings nicht ohne Diskussion.
Thomas Riesen
Die Kirchenstimmbürgerschaft bewilligt die Prüfung einer Fusion mit weiteren Kirchgemeinden. (Bild: Marlies Scarpino)

Die Kirchenstimmbürgerschaft bewilligt die Prüfung einer Fusion mit weiteren Kirchgemeinden. (Bild: Marlies Scarpino)

Thomas Riesen

redaktion@wilerzeitung.ch

Mit deutlichem Mehr stimmten die 31 Kirchbürgerinnen und Kirchbürger dem Antrag des ­Kirchenverwaltungsrates zu, den nächsten Schritt auf dem Weg zur möglichen Vereinigung zu gehen. Dabei betonte Präsident Marcel Baechler in seiner Einleitung: «Es geht nur um die Prüfung, nicht um die Frage, ob wir uns vereinigen.» Damit beugte er möglichen Emotionen vor, die über das Ziel hinaus zielen könnten. Im Amtsbericht widmete der Kirchenverwaltungsrat einer möglichen Fusion vier Seiten, die Marcel Baechler in Fakten zusammenfasste. Es wären unverändert vier Pfarreien, die Kirche würde im Dorf bleiben. Auch bei Pastoralteam, Religionsunterricht, Ministranten, Gottesdienstordnung, Steuerfuss würde sich nicht ändern. Geändert würde der Name und künftig gäbe es einen Kirchenverwaltungsrat sowie eine Bürgerversammlung.

Vorteile und Nachteile sorgsam abwägen

Als Vorteile nannte der Präsident Kontinuität und Effizienz bei der Verwaltung, Kompetenzbündelung und freie Ressourcen für die Pfarreiarbeit. Die Nachteile wären: hohe Pensen in der Verwaltung und zu Anfang kaum Kosteneinsparungen. Darüber hinaus stelle sich die Frage: Werden die Anliegen von Niederglatt noch vertreten? Darauf gab der Präsident auch gleich die Antwort: «Wenn sich jemand für den neuen Kirchenverwaltungsrat zur Verfügung stellt.» Bevor der Entscheid fiel, wurde das Thema der Vorversammlung wieder aufgegriffen. Die Kinder gehen in Bichwil zur Schule. Soll vor diesem Hintergrund nicht ein Wechsel zur Seelsorgeeinheit Uzwil geprüft werden? Diese Frage beantwortete weitgehend der Pfarreibeauftragte Roman Brülisauer. Darauf hätten sie keinen Einfluss. Die Entscheidung liege beim Bischof. «Eine Umorientierung des Bischofs ist in dieser Frage kaum wahrscheinlich.»

Unsicherheit löste die Frage nach dem Firmweg aus. Nach Meinung des Kirchenverwaltungsrates ist er frei wählbar, also Flawil oder Oberuzwil. Ein Kirchbürger machte jedoch eine andere Erfahrung. «Uns wurde gesagt, dass wir den Firmweg Oberuzwil selber zahlen müssen.» Deshalb hätten sie sich für Flawil entschieden. Doch Marcel Baechler und Roman Brülisauer betonten: «Das war letztes Jahr, und die Unsicherheit ist geklärt.»

Die Behörde konnte die Stimmbürgerschaft für ein deutliches Ja überzeugen. Damit haben Degersheim und Niederglatt zugestimmt. Die Hoffnung von Marcel Baechler, der er vor Versammlungsbeginn Ausdruck verlieh, erfüllte sich. «Wir brauchen die Fusion am dringendsten. Unsere Gemeinde hat 183 Stimmberechtigte, 25 bis 30 waren schon einmal Präsident oder ­Kirchenverwaltungsrat. Es ist schwer, Ämter zu besetzen.»

Sollten Flawil und die Kirchbürger von Wolfertswil-Magden­au zustimmen, wird ein Gutachten eingeholt und im Spätsommer darüber informiert. Die Abstimmung an der Urne würde im November über die Bühne gehen. Dann folgten Vereinigungsvertrag und Wahl des neuen Kirchenverwaltungsrates, der 2020 die Arbeit aufnimmt – mit Gründung der neuen Kirchgemeinde.

Die Rechnung 2016 schliesst mit einem leichten Rückschlag von rund 2500 Franken. Für 2017 ist ein Verlust von rund 17000 Franken budgetiert. Der Steuerfuss bleibt bei 124 Prozent.

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