Zum zweiten Mal ohne Tor geblieben: EC Wil verliert auswärts gegen Aufstiegskandidat Frauenfeld mit 0:2

Der EC Wil hat nach dem 0:1 im Heimspiel gegen Reinach die zweite Saisonniederlage im vierten 1.-Liga-Spiel kassiert. Beim EHC Frauenfeld zeigten die Gäste zwar einen beherzten Auftritt, erspielten sich aber zu wenig zwingende Chancen.

Tim Frei
Drucken
Teilen
Alec Jäppinen und der EC Wil überzeugten auch gegen Frauenfeld im Defensivspiel, erzielten aber zum zweiten Mal in Folge kein Tor.

Alec Jäppinen und der EC Wil überzeugten auch gegen Frauenfeld im Defensivspiel, erzielten aber zum zweiten Mal in Folge kein Tor.

Bild: Tim Frei (Wil, 9. September 2020)

1:0, 0:1, 0:2: Wer in den vergangenen drei Partien und 180 Minuten nur ein Tor erzielt, hat offensichtlich Probleme in der Offensive. Die Wiler bewiesen zwar als klarer Aussenseiter in Frauenfeld, dass ihr System defensiv auch gegen Spitzenteams bestehen kann. Doch das vierte Saisonspiel offenbarte, dass der Qualitätsverlust im Angriff des EC Wil nicht so einfach wettzumachen ist. Gegen Frauenfeld, das nicht viel zuliess, erspielten sich die Gäste zu wenig zwingende Chancen.

Die Wiler schossen zu wenig aufs Frauenfelder Tor. Und wenn sie es taten, kam es selten zu gefährlichen Abprallern. Wils Sportchef Patrick Hohl weiss, wo das Team den Hebel ansetzen muss: «Wir müssen viel mehr Druck aufs gegnerische Tor erzeugen und aus allen Lagen schiessen. Mit dieser Arbeit müssen wir im Training beginnen, um es dann in den nächsten Spielen umzusetzen.»

Frauenfeld entscheidet Partie im Powerplay definitiv

Dass das spielstarke Frauenfeld die feinere Klinge im Angriff führte, überrascht angesichts der starken Mannschaft nicht. Die Führung nach dem ersten Drittel war leistungsgerecht, erspielte sich das Heimteam doch ein paar aussichtsreiche Möglichkeiten mehr als die Wiler.

In einer ausgeglichenen Partie setzten die beherzt auftretenden Gäste ab dem zweiten Drittel immer mal wieder Nadelstiche. Den entscheidenden und jenen mit Auswirkung auf den Zwischenstand gelang aber den Thurgauern zu Beginn des letzten Drittels: Verteidiger Suter traf mit einem satten Schuss von der blauen Linie im Powerplay. Grossen Anteil hatte sein Mitspieler, der dem Wiler Goalie Schenkel geschickt die Sicht genommen hatte.

Mit Wetzikon folgt der nächste harte Brocken

Nach dem Auswärtsspiel gegen Frauenfeld, das wegen Coronafällen bei Ligakonkurrent Pikes Oberthurgau erst am Mittwoch stattfinden konnte, wartet am Samstag mit dem EHC Wetzikon gleich der nächste harte Brocken. Die Zürcher Oberländer sind mit einem Sieg aus drei Partien zwar bisher unter den Erwartungen geblieben. Doch gegen Wil haben sie in der Vergangenheit immer eine gute Figur gemacht.

Für die Wiler geht es im Heimspiel (Anpfiff 17.30 Uhr) darum, die Baisse im Sturm zu überwinden. Und vor allem gilt es, die dritte Niederlage in Serie zu verhindern. Einfach wird das gegen Wetzikon sicherlich nicht, doch die Zürcher scheinen so früh in der Saison kein unüberwindbarer Gegner zu sein.

EHC Frauenfeld - EC Wil 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)
Kunsteisbahn – 208 Zuschauer – Sr. Gundel.
Tore: 8. Rohner (Fehr, Grolimund) 1:0. 42. Suter (Roos/Ausschluss Spillmann) 2:0.
Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
Wil: Schenkel; Steiner, L. Frischknecht; C. Frischknecht, Spillmann; Hungerbühler, Jonski; Isenschmid; Meier, Schärer, von Arburg; Stiefel, Schmuckli, Rüsi; Jäppinen, Schneider, Forrer; Harder, Brügger, Sennhauser.
Bemerkung: Wil ab 59:45 ohne Torhüter, dafür mit sechstem Feldspieler.

Die Tabelle der 1. Liga Ost finden Sie hier.