Zum Geburtstag ein Konzert

Zu seinem 15jährigen Bestehen organisierte der Singkreis Ägelsee Wilen sein erstes eigenes Konzert. Gefeiert wurde am Sonntagabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula des Oberstufenzentrums.

Deborah Rutz
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WILEN. Noch einmal tief durchatmen, den Blick auf die Bühne gerichtet und vor allem den Augenblick geniessen: Als die Dirigentin Claudia Dahinden am Sonntagabend mit 22 Sängerinnen und Sänger den Singsaal im Schulhaus Ägelsee betrat, tat sie dies nicht nur, um den 15. Geburtstag des Singkreis Ägelsee zu feiern, sondern auch, um zum ersten Mal in der Geschichte des Singkreises ein eigenes organisiertes Solokonzert zu eröffnen. Gross war die Vorfreude auf den ersten «eigenen» Auftritt. «Ich war etwas nervöser, als ich es gewohnt bin», gab Dahinden zu.

Die erst 28jährige Dirigentin, die seit zwei Jahren den musikalischen Einklang der Gruppe leitet, zeigte sich nach dem Auftritt begeistert. «Es war unglaublich. Die Sicherheit, mit der die Sänger aufgetreten sind, war beeindruckend.»

Die Vorbereitungen ein Erlebnis

Beeindruckt waren auch die knapp 200 Zuschauer im bis auf den letzten Platz gefüllten Singsaal des Oberstufenzentrums. Während den einen Liedern andächtig gelauscht wurde, wippten die Zuschauer bei anderen Songs im Takt oder sangen beim Schweizer Medley oder dem Klassiker «Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett» gleich selber mit.

«Es war wunderbar», schwärmte Gabriela Eichmann. Die Sängerin, die bereits seit der Anfangszeit beim Singkreis Ägelsee dabei ist, war nach dem Auftritt in erster Linie einfach nur stolz. «Ich freue mich, dass wir gemeinsam einen solchen Anlass organisieren konnten. Bereits das Verschicken der Einladungen war ein Höhepunkt. Unser erstes Solokonzert war eine tolle Erfahrung.» Man habe nicht mit einem solchen Echo gerechnet und sei von den vielen Gästen positiv überrascht worden. «Wir hätten nie geglaubt, dass so viele Leute kommen. Es ist schön zu sehen, wie der Singkreis getragen wird und wie viele Freunde er hat», so Eichmann.

Viel schöne Erinnerungen

Die Leidenschaft am gemeinsamen Singen stand bereits bei der Gründung des Singkreises Ägelsee vor 15 Jahren im Mittelpunkt. Nachdem Barbara und Markus Frick und Regula Quinter per Zeitungsinserat Interessenten zum gemeinsam Singen gesucht hatten, meldeten sich auf Anhieb 25 Leute. Auch Eichmann war dabei und konnte am Jubiläumskonzert auf 15 bewegte Jahre zurückblicken. Dabei würde sicherlich der Auftritt in der Kathedrale in St. Gallen im Rahmen einer Hochzeit herausragen oder auch die Zusammenarbeit mit dem Musikverein Harmonie Rickenbach, die alljährlich gepflegt werde.

Auch der Mitgründer und langjähriger Dirigent Markus Frick blickte am Jubiläumskonzert auf spannende Jahre zurück und genoss es, für einmal als Zuschauer dem Singkreis zu lauschen. Vor zwei Jahren gab der Oberstufenlehrer sein Dirigentenamt – damals nur vorübergehend – an sein Götti-Meitli Claudia Dahinden ab. «Ich nahm ein halbes Jahr Bildungsurlaub und suchte für diese Zeit jemanden, der mich vertreten würde», so Frick. «Claudia Dahinden hatte Schulmusik studiert und war mit Begeisterung dabei.» Und weil es gleich auf Anhieb gut funktionierte, änderte sich auch nach dem Bildungsurlaub an der Dirigentenaufgabe von Dahinden nichts «Ich kannte den Chor von früher, als ich Markus Frick mit der Querflöte an Auftritte begleitet habe. Wir verstanden uns alle auf Anhieb», so Dahinden.

Mit gewohnter Qualität

Der Auftritt am Sonntagabend war sicherlich nicht das letzte eigene Konzert des Singkreises Ägelsee. Die Sängerinnen und Sänger hatten sichtlich so viel Spass an ihrem Auftritt wie die Gäste. «Es wird sich in Zukunft nicht viel ändern», prophezeit Eichmann. «Wir haben immer viel Wert auf die Qualität gelegt und wollen unsere Leidenschaft auch in Zukunft pflegen und gemeinsam weiterleben.» Die Anwesenden des Jubiläumskonzerts schätzten die Arbeit der Gruppe und zeigten sich begeistert. Nicht zuletzt auch der ehemalige Dirigent, Markus Frick, der vor allem auf seinen persönlichen Schützling stolz war. «Claudia Dahinden hat das hervorragend gemacht. Ich bin stolz auf sie», so Frick. Die gefeierte Dirigentin durfte nach dem stehenden Applaus gemeinsam mit ihren Kollegen beim Apéro auf einen gelungenen Auftritt anstossen und sich auf die kommenden 15 Jahre freuen.