ZUKUNFTSPROJEKT: Nun ist der Bundesrat am Zug

Per Velokurier wurde das 3. Agglomerationsprogramm der Regio Wil in Bern eingereicht. Die Investitionen für prioritäre Massnahmen belaufen sich auf fast 240 Millionen Franken. Der Prüfbericht des Bundes wird im 3. Quartal 2018 vorliegen.

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Das Wiler Agglomerationsprogramm der 3. Generation baut auf jenem der 2. Generation (2015 bis 2018) auf und hat einen Umsetzungshorizont von 2019 bis 2022. «Nebst der Weiterentwicklung von 32 Massnahmen sind in der 3. Generation lediglich 16 neue Massnahmen hinzugekommen», sagt Anne Rombach, Geschäftsstellenleiterin der Regio Wil. Die Themen Landschaft und Freiräume würden vertieft. Zudem würden der Entwicklungsschwerpunkt Wil-West sowie die Zentrumsentlastung Wil mit diversen flankierenden Massnahmen gemäss Vorgaben des Bundes bezüglich Erschliessung und Infrastruktur weiter bearbeitet. «Die Investitionen für die prioritären A-Massnahmen der Periode 2019 bis 2022 erreichen einen Gesamtbetrag von fast 240 Millionen Franken», sagt Anne Rombach. Die Kosten verteilen sich zu circa 30 Prozent auf Gemeinden, etwa 50 Prozent auf die Kantone Thurgau und St. Gallen sowie 20 Prozent auf Bundesprojekte.

«Im Agglomerationsprogramm Wil 3. Generation sind die wesentlichsten Kernelemente die Vermeidung einer weiteren Zersiedelung und Konzentration des Siedlungswachstums auf gut mit ÖV-erschlossenen Lagen», sagt Anne Rombach. Auch werde dem Schutz und der Aufwertung der Landschaft stärkere Bedeutung zugemessen. «Mit dem ESP Wil West soll die wirtschaftliche Entwicklung an einem zentralen und verkehrstechnisch gut erschlossenen Standort gebündelt und damit ein starker Gegenpol zu den Nachbaragglomerationen Winterthur und St. Gallen geschaffen werden.» Ebenfalls werden laut Anne Rombach Verbesserungen im ÖV-Angebot angestrebt, ebenso der Ausbau der Langsamverkehrsnetze und die Aufwertung von Ortsdurchfahrten. Mit geeigneten Massnahmen werde zudem das Stadtzentrum Wil vom Verkehr entlastet.

«Der Entwicklungsschwerpunkt ESP Wil West ist und bleibt das Herzstück im Agglomerationsprogramm Wil», unterstreicht Anne Rombach. «Durch eine kluge, umsichtige und langfristig angelegte Planung entsteht ein landschaftlich, verkehrstechnisch, städtebaulich, ökologisch und wirtschaftlich wegweisendes Projekt», zeigt sich die Geschäftsleiterin von Regio Wil überzeugt. Zusammen mit flankierenden Massnahmen trage die Infrastruktur für die optimale Erschliessung des Areals auch zur Entlastung des Zentrums Wil bei.

«Damit Wil West realisiert werden kann, müssen viele Anforderungen im Agglomerationsprogramm erfüllt sein», gibt Anne Rombach zu bedenken. «Unter anderem wird der Nachweis gefordert, dass der schonende und nachhaltige Umgang mit Kulturland sichergestellt ist.» (hs)