ZUKUNFT: Neuer Architekt für die Krone der Altstadt

In einer dritten Bauetappe sollen die noch nicht sanierten Räume des Hof zu Wil breiter nutzbar gemacht werden. Für die Begleitung des Bauprojekts hat die Stiftung Hof zu Wil einen Partner gefunden: Thomas K. Keller Architekten aus St. Gallen.

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Verschiedene Bereiche des Hofs zu Wil werden bereits heute gastronomisch, gesellschaftlich und kulturell genutzt. In einer dritten und abschliessenden Bauetappe sollen nun auch die noch nicht sanierten Räume breiter zugänglich gemacht werden. Die Funktion des Hofs zu Wil als ein in der Wiler Bevölkerung breit verankerter, vielfältiger Treffpunkt soll erhalten und ausgebaut werden.

Für die fachliche Begleitung dieser dritten Bauetappe suchte die Stiftung Hof zu Wil nicht bloss ein Architekturbüro für die Planung und Ausführung, sondern einen Partner für eine fachmännische Begleitung und Betreuung des gesamten Projekts. Denn das Architekturbüro sieht nicht nur den komplexen baulichen und gestalterischen Herausforderungen im Zusammenhang mit einem historisch bedeutsamen Denkmal entgegen. Es muss ebenso die inhaltliche Flexibilität aufweisen, verschiedenste Nutzungsbedürfnisse und Interessen unter einen Hut bringen zu können. Voraussetzung dafür ist eine grosse Bereitschaft zu einem offenen, konstruktiven Dialog.

Aus einer Vielzahl an Bewerbungen, die auf die offene Ausschreibung eingegangen waren, wurden im Januar acht vielversprechende Architekturbüros von einer Fachjury ausgewählt. In einem zweiten Schritt im April wurden diese acht präqualifizierten Büros an zwei Tagen in den Hof zu Wil eingeladen, um ihre individuellen Herangehensweisen für bestimmte Teile des Gebäudes zu präsentieren. Dabei konnte ein Büro besonders überzeugen – die Thomas K. Keller Architekten aus St. Gallen unter der Leitung von Thomas K. Keller, die daher den Zuschlag erhalten haben. Basierend auf ihrer fundierten Erfahrung mit historischen Gebäuden, ihren gestalterisch überzeugenden Zugängen und ihrer sensiblen Herangehensweise sprach sich die Fachjury einstimmig für dieses Büro aus. Referenzprojekte der Thomas K. Keller Architekten sind beispielsweise das Klostermuseum St. Georgen, Stein am Rhein, oder der Neubau des Perrondachs Gleis 6, St. Gallen.

In den kommenden Monaten werden die Thomas K. Keller Architekten eine Architekturstudie zum Hof zu Wil erarbeiten, dies in enger Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft. Sämtliche Erkenntnisse aus den Workshops, aber auch Erkenntnisse aus der aktuell laufenden Zwischennutzung werden in diese Studie einfliessen. Ziel ist es, alle Bedürfnisse der unterschiedlichen Anspruchsgruppen befriedigen zu können. (pd)