Zugiges Schulhaus sanieren

Der Gemeinderat Bronschhofen hat die Abstimmung über die Sanierung des Schulhauses Obermatt auf den 29. Januar angesetzt. Geplant ist nun, nicht nur die Fenster, sondern das ganze Gebäude umfassend zu sanieren.

Larissa Flammer
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Im Schulhaus Obermatt in Bronschhofen zieht es. Aus diesem Grund soll das Gebäude gesamthaft saniert werden. (Bild: lsf.)

Im Schulhaus Obermatt in Bronschhofen zieht es. Aus diesem Grund soll das Gebäude gesamthaft saniert werden. (Bild: lsf.)

BRONSCHHOFEN. Im Schulhaus Obermatt in Bronschhofen zieht es. Auch die Wärmedämmung ist nicht mehr ideal. Jährlich braucht es für das Schulhaus 23 000 Liter Heizöl. Geplant ist neu ein Heizsystem, basierend auf Erdwärme. Zur Spitzenabdeckung soll es mit Biogas kombiniert werden. Das heisst, auf Heizöl kann ganz verzichtet werden. Das in den 1950er-Jahren gebaute Schulhaus ist in die Jahre gekommen. Zwar wurden punktuelle Sanierungen vorgenommen. Damit das Gebäude jedoch auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten seinen Zweck erfüllen kann, benötigt es eine Gesamtsanierung.

Schüler ziehen in Provisorium

Das erste Projekt sah vor, nur die Fenster zu sanieren, aber ein Expertenteam mit Architekt, Ingenieur und Bauphysiker riet davon ab. Die eingesetzte Arbeitsgruppe empfahl stattdessen eine energetische Gesamtsanierung. «Eine umfangreiche Gesamtsanierung erschien uns nach Abwägen aller Informationen die sinnvollste und zukunftsorientierteste Lösung», ergänzt Gemeindepräsident Daniel Meili.

Die nun geplante Gesamtsanierung ist der Grund, warum die Abstimmung erst auf den 29. Januar angesetzt wurde. An der Bürgerversammlung im März sprach man noch von einer Abstimmung im Herbst 2011. Bereits im nächsten Sommer soll mit den Vorbereitungsarbeiten und der Heizungssanierung begonnen werden. Nach dem provisorischen Terminplan beginnen die eigentlichen Bauarbeiten am Gebäude dann in den Herbstferien des nächsten Jahres.

Laut Vanessa Gall von der Gemeinde Bronschhofen werden die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Obermatt den Unterricht zwischen Herbst 2012 und Sommer 2013 in einem Provisorium besuchen. Meili erklärt: «Das Provisorium wird aus sogenannten Schulcontainern bestehen, die man speziell für diesen Zweck mieten kann.» Diese Schulcontainer werden auf der Türmliwiese ihren Platz finden. Der angrenzende Fussballplatz wird nicht beeinträchtigt werden, allerdings wird laut Meili der Spielplatz ein bisschen tangiert. Der Gemeindepräsident versichert jedoch, es werde immer genug Platz für die Kinder vorhanden sein.

4,86 Mio. Franken Kredit

Die Entscheidung, eine Gesamtsanierung anstelle einer einfachen Aussendämmung vorzunehmen, hat auch Einfluss auf die Kosten. An der Bürgerversammlung wurde aufgrund einer groben Kosteneinschätzung mit einem Sanierungsaufwand von rund 2,6 Mio. Franken gerechnet. Der nun mit Offerten hinterlegte Stand lautet: «Für die Sanierung sind Gesamtkosten von 4,86 Mio. Franken veranschlagt.» Darin seien auch 506 000 Franken für das Provisorium enthalten.

Nicht saniert werden müssen die Turnhalle und der darunter liegende Kulturraum. «Die Stadt Wil kann dann entscheiden, wie diese Räume genutzt werden sollen», sagt Meili. Momentan sind sie noch regelmässig besetzt. Turnhalle wie auch Kulturraum können alternativ als Aula mit Bühne und bei entsprechendem Umbau auch als weiterer Schulraum genutzt werden. Dort bestehe nicht der gleiche Sanierungsbedarf wie im Schulhaus. Sowohl in der Turnhalle als auch im Kulturraum seien die Fenster bereits erneuert worden.

Am 12. Januar möchte der Gemeinderat die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Notwendigkeit, die Zweckmässigkeit und die Finanzierung der geplanten Sanierung informieren. Der Anlass findet um 19.30 Uhr im Kulturraum statt. «Die Abstimmungsunterlagen mit dem Gutachten werden voraussichtlich Anfang Januar verschickt», teilt Meili mit.