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Zugänglicher für die gelbe digitale Welt: So sieht die umgebaute Post in Wil nun aus

Die Post hat die Filiale in Wil im Kundenraum modernisiert. Nebst den klassischen Schaltern steht nun beim Eingang ein Empfangstresen.
Nicola Ryser
Viel Licht, viel Holz, nur der Boden blieb gleich: So sieht die Postfiliale in Wil seit dem 2. September 2019 aus. Bild: Nicola Ryser

Viel Licht, viel Holz, nur der Boden blieb gleich: So sieht die Postfiliale in Wil seit dem 2. September 2019 aus. Bild: Nicola Ryser

Von aussen betrachtet wirkt beim Postgebäude am Wiler Bahnhof alles beim Alten. Die Fassade präsentiert sich im gewohnten Gewand, Briefkasten und Postomat befinden sich am gleichen Ort wie immer. Doch der Schein trügt.

Beim Betreten der Filiale zeigt sich die gelbe Welt in einem neuen Erscheinungsbild. Die Ausstattung um die sechs Schalter und den Kundenbereich ist nun eine Mischung aus glatten Marmorwandabschnitten und hellem Holz. Einiges wurde umgestellt und hinzugefügt, beispielsweise steht das Gestell mit den Verkaufsartikeln, sprich Glückwunschkarten und Ladegeräten, nun in der Ecke, dem gegenüber befindet sich neu ein kleiner Spielschalter für die Kinder und Bildschirme, über welche Werbung flimmert, hängen zwischen den Schaltern und an der Fensterfront.

Die wohl augenscheinlichste Veränderung steht jedoch gleich beim Eingang: ein aus massivem Holz konstruierter Empfangstresen – geziert mit dem Wort Grüezi und einem Poststempel. Dessen Datum: der gestrige 2. September 2019, der Tag der Eröffnung der umgebauten Filiale.

Eine Schnittstelle zwischen analog und digital

Einen Monat lang wurde die Filiale in Wil umgebaut, ganz im Sinne der «Postfiliale der Zukunft». Nach diesem Konzept werden im Verlaufe der nächsten Jahre schweizweit 300 Filialen einen neueren Look erhalten. 40 Millionen Franken investiert die Post dafür. Wil ist nach Buchs, Gossau und Rapperswil nun der vierte Standort im Kanton, der nach dem neuen Konzept umgestaltet worden ist.

Bruno Horat, Leiter Gebiet Wil-Weinfelden

Bruno Horat, Leiter Gebiet
Wil-Weinfelden

Die Absicht hinter dem modernen Anstrich ist klar: «Wir wollen die Postfiliale in einem frischeren Design präsentieren und gleichzeitig die digitale und physische Welt besser miteinander vereinen», sagt Bruno Horat, Leiter des Gebiets Wil-Weinfelden. Nebst dem Einbauen eines rollstuhlgerechten Schalters und einem angepassten Sortiment bei den Verkaufsartikeln sei vor allem die neue Empfangszone ein essenzieller Teil der Modernisierung. «Während die Kunden an den Schaltern wie gewohnt bedient werden, können sie am Empfangstresen auch zu digitalen Angeboten informiert werden», erklärt Horat. Kunden dürfen demnach ungeniert Fragen stellen, beispielsweise zur Nutzung der Post-App, und werden zumeist mit Hilfe eines Notebooks beraten. «Es ist die optimale Schnittstelle zwischen analog und digital. Die Angestellten agieren dabei wie ein Concierge der Filiale», sagt Horat. Wichtig sei dabei, dass der Kundenkontakt weiterhin gepflegt werde. «Dies schafft Vertrauen.»

Weniger Brief-, mehr Päckchenpost

Aus Erfahrung mit den anderen umgebauten Filialen wisse man, dass die Neugestaltung bei den Kundinnen und Kunden sehr gut ankomme. Zudem zeige sie: Für die Post sei es notwendig, mit der Digitalisierung mitzuhalten und einen Zugang zu schaffen, betont Horat. Schliesslich befinde man sich dort in einem Spannungsfeld:

«Einerseits kommen immer mehr neue Technologien auf, die man in dieser Branche dereinst in Betracht ziehen könnte, seien es selbstfahrende Autos oder ein Postservice per Drohnen. Anderseits hat sich aber auch das Bedürfnis der Kunden verändert.»

Während der Austausch von Briefen im Zeitalter von SMS, E-Mail und Whatsapp abgenommen hat, nimmt aufgrund des Onlinehandels über Zalando, Digitech und Co. die Zahl der zugestellten Päckchen stetig zu.

«Die Digitalisierung ist für uns Herausforderung und Chance zugleich.»

Auf letzteren Trend hat die Post in Wil bereits im vergangenen Herbst reagiert. Seit November stehen neben der Filiale 130 Schliessfächer, bei denen Päckchen aufgegeben oder abgeholt werden können – und dies durchgehend. «MyPost24» wird der Automat genannt. Und es läuft gut: «Die Fächer werden sehr stark genutzt.» Eine ähnliche Begeisterung erhofft man sich nun auch mit dem neuen Erscheinungsbild.

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