Zufriedenheit auf der einen, Frust auf der anderen Seite

Der FC Bazenheid besiegte auswärts den FC Amriswil mit 6:0 (4:0). Die Gastgeber waren nie in der Lage, den Toggenburgern ernsthafte Gegenwehr zu leisten.

Urs Nobel
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Maurin Gregorin (rechts) zeigte eine seiner besten Leistungen seit seiner Rückkehr zum FC Bazenheid. (Bild: Mario Gaccioli)

Maurin Gregorin (rechts) zeigte eine seiner besten Leistungen seit seiner Rückkehr zum FC Bazenheid. (Bild: Mario Gaccioli)

Fussball. Der FC Amriswil war für die zwei Minuten alte Partie noch keineswegs bereit, als sich Locher im Strafraum durchsetzen wollte, dort aber gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwertete Maag souverän. Amriswil war auch nachher noch nicht so richtig wach, als Hürlimann auf die Reise geschickt wurde und dem gegnerischen Hüter keine Chance liess. Noch waren keine 20 Minuten gespielt und über den möglichen Sieger musste schon nicht mehr spekuliert werden.

Es war einfach nicht der Abend von Amriswil, das im Fortverlauf der Partie noch weitere vier Tore einkassieren musste.

Stark aufgespielt

Auf Seiten der Thurgauer Zuschauer machte sich schnell Frust breit. Sie diskutierten über Arbeitsverweigerung, hätten am liebsten das ganze Mittelfeld ausgewechselt und waren auch mit der Leistung des Spielleiter-Trios nicht zufrieden. Ganz so einfach darf die Spielanalyse aber doch nicht erledigt werden. Der FC Bazenheid wartete nämlich mit einer sehr starken Leistung auf dem Tellenfeld auf.

Er liess zwar die letzten 15 Minuten noch etwas nach. Immerhin setzte sich in jener Phase jeder dafür ein, dass ihr Goalie Radoncic ohne Gegentreffer blieb.

Mit besonders guten Leistungen fielen am Samstag auf Seiten des FC Bazenheid einige Akteure positiv auf. So beispielsweise Michael Hürlimann, der von seinen Gegenspielern kaum auszumachen war und grossen Zug aufs Tor brachte.

Dann aber auch Maurin Gregorin, der im Mittelfeld Verantwortung übernahm und die Bälle mit grosser Übersicht verteilte. Gregorin zeigte aber auch defensive Qualitäten und unterstützte seine Kollegen in der Abwehr wirkungsvoll.

Viele Tore – noch mehr Chancen

Zur Halbzeit stand es bereits 4:0 für Bazenheid. Den dritten Treffer realisierte Simoes mit einem Distanzschuss, Tor Nummer 4 war eine Kopie der 2:0. Auch Freid, der wahrscheinlich zum FC Gossau wechselt, liess sich noch als Torschütze feiern.

Sein Abschluss kullerte etwas merkwürdig via Pfosten über die Linie. Nachdem die Bazenheider etliche weitere gute Tormöglichkeiten ausgelassen hatten, blieb es Simoes vorbehalten, den Schlussstand von 6:0 herzustellen.

FC Amriswil – FC Bazenheid 0:6 (0:4) Tellenfeld – 120 Zuschauer – Sr. Messerli. Tore: 4. Maag 0:1 (Penalty), 19. Hürlimann 0:2, 32. Simoes 0:3, 42. Hürlimann 0:4, 54. Freid 0:5, 74. Simoes 0:6. Amriswil: Belda; Mangold, Niklaus, Roefs, Rutz (81. Lutz); Zinna, Longo, Majorana, Macedo; Contartese (84. Durante), Popp. FC Bazenheid: Radoncic; Dushica, Ott, Rey, Baumann; Simoes, Gregorin, Maag (77. Vieira), Locher; Hürlimann (65. Ludolini), Freid (68. Oswald). Verwarnung: 82. Dushica (Foul). Bemerkungen: Bazenheid ohne Spadavecchia (verletzt), Studer (gesperrt).