Zufrieden sein ist erlaubt

Das Uzwiler Curling-NLA-Damenteam stand zum ersten Mal in der Finalrunde zur Schweizer Meisterschaft. Medaillen gab es zwar keine. Der fünfte Schlussrang ist hingegen ein Achtungserfolg.

Urs Nobel
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Die Uzwiler Frauen beendeten ihre erste Finalteilnahme an der Schweizer Meisterschaft auf dem fünften Rang. (Bild: pd)

Die Uzwiler Frauen beendeten ihre erste Finalteilnahme an der Schweizer Meisterschaft auf dem fünften Rang. (Bild: pd)

CURLING. Die Finalrunde dauerte eine ganze Woche. Um keine täglichen zu langen Anfahrtswege auf sich nehmen zu müssen, logierte das Team in einer Bed & Breakfast-Herberge in Büsingen, ganz in der Nähe der Curlinghalle in Schaffhausen.

Viel fehlt nicht zur Spitze

Das Team, bestehend aus Ursi Hegner (Skip), Nina Ledergerber, Sarah Vogel, Claudia Baumann und Lisa Gisler – letztere ersetzte die im Ausland weilende Chantal Schmid – verkaufte sich an der fünf Tage dauernden Finalrunde gut. Einige ganz knappe Niederlagen zeigten den Untertoggenburgerinnen auf, dass ihnen nur wenig zur absoluten nationalen Spitze fehlt.

Jeden Tag ein Motto

Das Erlebnis sollte für das Team im Vordergrund stehen. Mit dem Mentaltrainer Guido dalle Vedove wurde deshalb besprochen, für jeden Tag ein Motto zu wählen. Der erste Tag war der «Wunschtag», der zweite der «Spieletag». Ein «Beautyday» fand ebenso Aufnahme in die Turnierwoche wie ein «Wellnesstag». Ein «Teetag» rundete das Finalturnier ab, und es bleibt unbeantwortet, ob die Uzwilerinnen bei einem Medaillengewinn nicht etwa ein anderes Getränk bevorzugt hätten, Champagner oder so.

Insgesamt stand das Team in der Finalrunde 31 Stunden zusammen auf dem Eis. Zwei Siege konnten während dieser Zeit gefeiert werden. Schweizer Meister wurde Flims.

Wieder Schweizer Meisterschaft

Die Saison ist damit für die Uzwilerinnen jedoch noch längst nicht zu Ende. Einerseits beteiligen sich alle Akteurinnen an der eigenen Clubmeisterschaft und als komplettes Team wollen sie am Uzwiler Frühlingsturnier, welches am 28. bis 30. März stattfindet, den arrivierten Teams Paroli bieten. Ein Teil der Mannschaft startet zudem in zwei Wochen erneut an Schweizer Meisterschaften. Dann wird in Adelboden das beste Schweizer Mixed-Team erkoren. Dann wird auch Teamcoach Roger Engler als Spieler im Einsatz stehen und versuchen, die Hoffnung auf eine Medaille aufrecht- zuerhalten. Definitiver Saisonabschluss ist dann Mitte April, anlässlich des St. Galler Open.

Das Saisonende naht also, und die Zukunft soll besprochen werden. Ursi Hegner dazu: «Wir treffen uns nächste Woche zu einem Team-Meeting und lassen diesen Winter Revue passieren. Gleichzeitig werden wir auch die nächste Saison besprechen. Vieles deutet darauf hin, dass wir diese in derselben Besetzung und mit demselben Coach wie in diesem Winter bestreiten werden. Erfahrungen haben wir jetzt gesammelt, jetzt wollen wir einen Schritt weiterkommen.»

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