Zuerst Kämpfer, dann Trainer und jetzt Schiedsrichter

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Claudio Vassallo trainiert auch den Kumitee-Stil.

Claudio Vassallo trainiert auch den Kumitee-Stil.

Karate Lamberto Grippi blickt auf eine äusserst erfolgreiche ­Aktiv-Laufbahn zurück. Vor rund zehn Jahren gewann er diverse Schweizer-Meister-Titel als Einzelkämpfer oder mit einem Männertteam. In seinem Sog – er war schon damals auch Trainer im Budo-Club Arashi Yama in Wil – entwickelten sich zwei seiner weiblichen Schützlinge derart gut, dass er zusammen mit ihnen, dem Schwesternpaar Sara und Nina Rechsteiner, nochmals ein Team bildete und mit diesem weitere nationale und internationale Erfolge feiern konnte. Sowohl Sara als auch Nina Rechsteiner sind heute ebenfalls Trainerinnen. Claudio Vassallo und zahlreiche weitere Mitglieder im Budo-Club werden also nicht nur von sehr guten, sondern auch ­erfolgreichen Trainern unter­richtet, die über ein vielseitiges Können verfügen und entsprechende sportliche Erfolge vorweisen können.

Der Werdegang von Lam­berto Grippi ist aber mit Erfolgen als Aktiver und Trainer noch längst nicht beendet. Vor fünf Jahren liess er sich zusätzlich zum Schiedsrichter ausbilden. Zuerst auf nationaler Stufe. Seit einem Jahr amtet er auch international. Für seinen eingeschlagenen Weg hat er gute Argumente: «Als junger Sportler will man Wettkämpfe bestreiten und Siege einfahren. Trainer sein betrachte ich als eine Lebensaufgabe. Die Schiedsrichtertätigkeit empfinde ich als Freiwilligenarbeit, die dem Verein, dem Land, vor allem aber der Sportart zugutekommt.»

Als Schiedsrichter hat Lamberto Grippi die Reglemente zu befolgen. Was aber nicht heisst, dass er dabei keine Fehler machen kann. «Auch als Schiedsrichter ist man äusseren Einflüssen ausgesetzt. Kämpfer, die Niederlagen einstecken müssen, sehen es oftmals anders als die Schieds­richter und verhalten sich entsprechend. Schlimme Fehler sind mir aber bisher noch keine passiert.»

Trainer Lamberto Grippi wird seinen Schützling Claudio Vassallo an den Eska-Europacup in Portugal begleiten und auch coachen. Nebst seiner Hauptaufgabe, als Schiedsrichter die Wettkämpfe zu leiten.

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch