Züger investiert über 5 Millionen in Erweiterung

Seit dem Sommer laufen die Bauarbeiten für die Erweiterung der Züger Frischkäse AG in Oberbüren. Mit dem Neubau werden zusätzliche Lagerkapazitäten geschaffen für das vollautomatische Verpackungsmateriallager. Für das Unternehmen sind die Investitionen in die Logistik ein wichtiger Schritt in die Zukunft.

Drucken
Teilen
Die Bauarbeiten am Standort der Züger Frischkäse AG in Oberbüren laufen auf Hochtouren. (Bild: pd)

Die Bauarbeiten am Standort der Züger Frischkäse AG in Oberbüren laufen auf Hochtouren. (Bild: pd)

OBERBÜREN. Geplant war das Bauvorhaben mit Baubeginn Sommer 2015 bereits seit einiger Zeit. Dann folgte das einschneidende Datum des 15. Januars: Die Schweizer Nationalbank hob den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro auf. Die Züger Frischkäse AG habe daraufhin mit gezielten und umfassenden Massnahmen ein Kostensenkungsprogramm umgesetzt, sagt CEO Christof Züger. So habe das Unternehmen den Widerwärtigkeiten des Marktes getrotzt und nie den Glauben an den Standort Schweiz verloren, insbesondere an Oberbüren. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes fasste die Geschäftsleitung den Entscheid, den vorgesehenen Erweiterungsbau mit einem Investitionsvolumen von 5, 5 Millionen Franken zu realisieren.

Platz für 3000 Europaletten

Der Erweiterungsbau für das vollautomatische Verpackungsmateriallager wird auf dem bestehenden Baukörper realisiert. Der Neubau mit einer Höhe von 12 Metern wird der Höhe des Produktionsgebäudes von 24 Metern angeglichen. Das neue Lager mit vier Warenliften wird schliesslich 3000 Europaletten Platz bieten. Mit dem gewählten Vorgehen des verdichteten Bauens erfüllt die Erweiterung auch die für die Geschäftsleitung wichtigen Aspekte der Ökologie in Bezug auf den sparsamen Umgang mit Landreserven.

Kapazität für Frischprodukte

Notwendig wurde die Erweiterung der Lagerkapazitäten durch den Bedarf im Kühlregallager für Frischprodukte. Das neue Verpackungsmateriallager sei daher auch von der rein ökologischen Seite betrachtet ein deutliches Plus, sagt Markus Züger, CEO-Stv. der Züger Frischkäse AG. Er geht davon aus, dass noch vor Wintereinbruch die Fassadenhülle geschlossen werden kann. Die technische Inbetriebnahme ist auf das kommende Frühjahr geplant. Damit möchte das Unternehmen rechtzeitig auf die Mozzarella-Saison 2016 bereit sein, um die stetig steigende Nachfrage decken zu können.

Zurückgestellt und den Bedürfnissen entsprechend flexibel realisierbar sind der Ausbau der Büroräumlichkeiten. CEO Christof Züger möchte an der praktizierten Philosophie der «schlanken Strukturen» festhalten und Büroarbeitsplätze erst schaffen, wenn sie wirklich nötig sind.

Glauben an Standort Oberbüren

«Mit dem Neubau werden den Mitarbeitenden moderne Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, den vielen Milchlieferanten möchten wir ein sicherer Abnehmer sein und den Kunden eine maximale Lieferbereitschaft durch die Investitionen in Logistik und Lager garantieren», sagt Christof Züger. Mit dem Neubau setze die Züger Frischkäse AG ein starkes Zeichen für die regionale Milchverarbeitung in der Ostschweiz und die Zukunft des Standorts Oberbüren. (pd/red)