Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZÜBERWANGEN: Uneinigkeit über das Wie

Im Gebiet «Neufeld» soll die Wohnzone vergrössert werden. Die Ortsparteien begrüssen dies, haben aber unterschiedliche Ansichten darüber, wie das Gebiet überbaut werden soll.
Marco Cappellari
Wie das «Neufeld» bebaut werden soll, darüber scheiden sich die Geister. (Bild: Simon Dudle)

Wie das «Neufeld» bebaut werden soll, darüber scheiden sich die Geister. (Bild: Simon Dudle)

Marco Cappellari

marco.cappellari@wilerzeitung.ch

Am 4. März stimmen die Zuzwiler über eine Umzonung im Gebiet «Neufeld» ab. Für das rund 10700 Quadratmeter grosse Gebiet in Züberwangen laufen seit mehr als fünf Jahren Planungen für eine Überbauung mit einem Gewerbebau und sieben Mehrfamilienhäusern mit an die 50 Wohnungen. Dazu soll die Wohnzone vergrössert und die Industriezone verkleinert werden.

Gegen die dafür benötigte Umzonung wehren sich Anwohner mit 361 Unterschriften und bewirkten so die Urnenabstimmung. Dabei stören sie sich nicht an der eigentlichen Umzonung, sondern haben Bedenken bezüglich der geplanten Überbauung. Bei den Ortsparteien herrscht weitgehend Einigkeit über die Vergrösserung der Wohnzone. Es gibt aber verschiedene Ansichten darüber, wie das «Neufeld» anschliessend bebaut werden soll.

FDP: Klares «Ja» zur Umzonung

Die FDP Zuzwil empfiehlt in einer Pressemitteilung den Teilzonenplan «Neufeld» zur Annahme. Sie sei überzeugt, dass sich das Gebiet «Neufeld» besser für Wohn- als für Industriebauten eigne, schreibt die Ortspartei. Sie erhofft sich auch, dass die geplante Vergrösserung der Wohnzone wieder mehr Dynamik in die Bevölkerungsentwicklung von Züberwangen bringe. Diese hat in den vergangenen Jahren stagniert. Die FDP Zuzwil erinnert ausserdem an die Änderung des Raumplanungsgesetzes 2013, bei der sich das Volk an der Urne gegen die Zersiedelung und für das verdichtete Bauen ausgesprochen habe. Diesem Volksauftrag, der einen sorgfältigen Umgang mit kostbarem Bauland verlange, sei Rechnung zu tragen.

CVP: «Ja» zur Umzonung mit gewissem Vorbehalt

Auch die CVP Zuzwil unterstützt die Umzonung. Sie ist ebenfalls der Meinung, das Gebiet eigne sich besser für Wohn- als für Industriebauten. Auf das Ortsbild und den Charakter bestehender Quartiere solle aber Rücksicht genommen werden. Die Partei empfiehlt, dass der Gemeinderat im Baureglement ergänzende Bestimmungen zum kantonalen Planungs- und Baugesetz erlassen solle, wie dies zum Beispiel die Stadt St. Gallen tat. Man könne heute nicht verhindern, dass Mehrfamilienhäuser in Zonen für Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen, doch die Behörden sollen in solchen Fällen Auffälligkeiten verhindern. Ausserdem solle bei weiteren Umzonungen und Baubewilligungen der Überalterung der Zuzwiler Bevölkerung Rechnung getragen werden.

SVP: Stimmberechtigte sollen entscheiden

Die SVP Zuzwil nimmt zur Abstimmung über die Umzonung «Neufeld» in Züberwangen keine Position ein. Walter Kerschbaumer, Präsident der Ortspartei, sagt, es handle sich beim ­betreffenden Gebiet um Privatgrund und solange man sich an die Bauvorschriften halte, stehe es der SVP Zuzwil politisch nicht zu, Privaten reinzureden.

Auch er bezieht sich auf die Änderung des Raumplanungsgesetzes 2013, bei der das Volk seine Meinung klar ausgedrückt habe. Was die Ortsplanung Züberwangen betreffe, darüber seien die Meinungen der Bürger massiv geteilt. «Das Resultat bestimmen die Zuzwilerinnen und Zuzwiler am 4. März», sagt Walter Kerschbaumer.

SP: Stimmfreigabe mit «Nein»-Tendenz

Die SP Zuzwil hat in ihrer Parolenfassung beschlossen, die Entscheidung den Stimmberechtigten zu überlassen. Sie tendiere aber zu einem «Nein» zur Umzonung. Sie befürworte zwar die Vergrösserung der Wohnzone, besonders auch angesichts der Änderung des Raumplanungsgesetzes 2013. Ihr fehlen aber gewisse Aspekte bei der geplanten Überbauung. So wünscht sich die SP, dass mehr bezahlbarer Wohnraum – speziell für Familien – entstehe. Dies sei wünschenswert im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung im Ort. Auch seien die Verkehrssicherheit und die Situation des öffentlichen Verkehrs stärker zu berücksichtigen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.