ZÜBERWANGEN: Kreativität der Kinder fördern

Auf dem Barfussweg oder im Lernatelier soll Kindern an der Schule Züberwangen die Freude am Erleben oder Gestalten vermittelt werden.

Christof Lampart
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Erst wenn sich die Mädchen und Buben die Finger dreckig machen, lernen sie die Gartenarbeit von Grund auf verstehen. (Bild: Christof Lampart)

Erst wenn sich die Mädchen und Buben die Finger dreckig machen, lernen sie die Gartenarbeit von Grund auf verstehen. (Bild: Christof Lampart)

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

Am Samstagvormittag lud die Schule Züberwangen zum Tag der offenen Türe ein, bei dem die Lehrkräfte und Schulräte die Besucher über ein halbes Dutzend neuer oder erneuerter Attraktionen in und um das Schulhaus informierten. Es waren dies das Lernatelier, die Medienwerkstatt, Hochbeete für Gemüse, ein Barfussweg, der Malkeller oder der rundum erneuerte Spielplatz. Wer zwischen den Besichtigungen ausruhen wollte, konnte dies in einer kleinen Beiz tun.

Erleben, Gestalten und Lernen

Nachdem ein Projektchor den Vormittag eröffnet hatte, blieb es Schulpräsident Clemens Meisterhans vorbehalten, den beiden Initianten der Projekte, Arlette von Groddeck und Walter Gysel für die gut geplanten und umgesetzten Ideen zu danken. Was die Attraktionen miteinander verbinde, sei das gemeinsame «Erleben, Gestalten und Lernen», so Meisterhans. Arlette von Groddeck selbst freute sich über die Beete im Innenhof und lobte darüber hinaus den Kollegen: «Ohne Walter Gysel wäre die Medienwerkstatt nicht da.»

Vielseitige Auseinandersetzung

Das neu eingerichtete Lernatelier soll im Rahmen des durch den Schulrat verabschiedeten Konzepts zur Begabten- und Begabungsförderung die Schülerinnen und Schüler dazu animieren, aus einem strukturierten Angebot an Themen, Aufgaben, Gegenständen, Methoden, Sozialformen, Lernhilfen und Unterstützungsangeboten auszuwählen.

Ziel sei es, dass sich die Kinder mit vielfältigen rezeptiven und gestalterischen Arbeits- und Denkprozessen auseinandersetzten, so dass am Ende ein Kompetenzerwerb stehe, der das Kind schulisch und sozial voranbringe. Von praktischem Nutzen sind die im Innenhof angelegten Hochbeete, bei denen die Schülerinnen und Schüler mittels Rüben, Randen und Kürbissen oft erste Kenntnisse im Gartenbau erlangen.

Auch für Erwachsene offen

Nicht nur ein grüner Daumen, sondern viele bunte Finger sind im Malkeller gefragt. Daneben hilft der Spielplatz, die motorischen Fertigkeiten zu verfeinern, während der Barfussweg die Schulung der eigenen Sinne anregt. Einen speziellen Teil unter den Attraktionen bildet die Medienwerkstatt. An zehn Arbeitsplätzen können nicht nur Lehrkräfte und Schüler an Laptops lernen, wie man zum Beispiel eine Diaschau herstellt, Filme digitalisiert oder vertont, sondern auch Auswärtige können davon profitieren.

Die Schulung Dritter wird durch die Interessengemeinschaft Medienwerkstatt sichergestellt. Eine betreute Stunde kostet 60 Franken; unabhängig davon, ob nur eine oder bis zu fünf Personen teilnehmen.