ZUCKENRIET: Schüler beweisen Kreativität und Durchhaltewillen

70 Schülerinnen und Schüler der Oberstufenschule Sproochbrugg haben am Donnerstagabend ihre Abschlussarbeiten präsentiert und vor dem letzen Schultag eine ausgelassene Ballnacht genossen.

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Die Sieger und ihre künftigen Berufe: Natascha Stäger, Zahntechnikerin, Severin Kretz, Gartenbauer, Philipp Eigenmann, Landwirt, und Stephan Juen, Maurer. (Bild: Vroni Krucker)

Die Sieger und ihre künftigen Berufe: Natascha Stäger, Zahntechnikerin, Severin Kretz, Gartenbauer, Philipp Eigenmann, Landwirt, und Stephan Juen, Maurer. (Bild: Vroni Krucker)

Eltern sowie künftige Lehrmeisterinnen und Lehrmeister waren zum Schlussabend eingeladen. Auch Lehrkräfte, Gemeindepräsident Roland Hardegger von Zuz­wil sowie der gesamte Gemeinderat von Niederhelfenschwil staunten über die faszinierenden Abschlussarbeiten der austretenden Schülerinnen und Schüler. Es war ein Vergnügen, die Arbeiten zu betrachten, welche ein breites Berufsspektrum darstellen.

Arbeiten mit Bezug zum Lehrberuf

Schulleiter Freddy Noser begrüsste die Gäste, vor allem auch die in Galakleidern anwesenden Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundar- und Realklassen. Zum sechsten Mal hatten sie diese Art Schuljahresabschluss gewählt. Die Arbeiten sollten einen Bezug zum kommenden Lehrberuf haben. Noser war begeistert und freute sich über den Ideenreichtum, die Kreativität, den Ehrgeiz und vor allem den Durchhaltewillen der jungen Leute. So hätten die Schulabgänger die letzten Monate nicht «ausplämpern» lassen, sondern Engagement gezeigt, voller Elan ihre Werke in Angriff genommen und sie bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Dazu gehörte auch eine schriftliche Arbeit, die ausführlich über Vorgehensweise und Zeitaufwand Auskunft gibt. Handwerker hätten es einfacher gehabt, ihr zukünftiges Metier zu präsentieren als zum Beispiel Lernende im kaufmännischen Bereich, betonte Freddy Noser.

Eine unabhängige Jury aus Vertretern von Gewerbe, Handel und Industrie hatte die Arbeiten kurz vor dem Schlussabend beurteilt. Bewertet wurde vor allem die Verbindung mit dem Beruf, der künstlerische Aspekt, Originalität und Einsatz.

Ziehbrunnen aufgebaut und Traktor restauriert

Die vier Bestplatzierten sind allerdings in diesem Jahr sehr schnell herausgestochen und wurden von den zehn Mitgliedern der Jury einstimmig gewählt. Die Ränge eins bis drei erhielten nebst der Urkunde einen Geldbetrag. Der dritte Rang wurde zweimal vergeben. 12 Schülerinnen und Schüler wurden zusätzlich mit einem Diplom und einem Geldbetrag ausgezeichnet.

Über den ersten Rang freute sich Natascha Stäger. Die künftige Zahntechnikerin hat mit grossem Aufwand und in vielen Stunden ihrem eigenen Gebissabdruck eine Zahnspange verpasst, unterstützt und gefordert von ihrer Lehrmeisterin. Den zweiten Preis erhielt Stephan Juen. Er hat in monatelanger Arbeit – und mit Unterstützung eines Fachmannes - einen alten Ziehbrunnen neben dem Elternhaus auf 8,5 Meter ausgegraben und wieder aufgebaut, der sich jetzt in voller Grösse präsentiert. Den dritten Rang teilen sich Severin Kretz und Philipp Eigenmann.

Severin Kretz hat ein Kräuterhochbeet gebaut – ein Modell stand in der Turnhalle, das Original zu Hause. Philipp Eigenmann restaurierte einen Bürer-Traktor mit Jahrgang 1963. Der Oldtimer läuft wieder wunderbar.

Vroni Krucker

redaktion@wilerzeitung.ch