Zuckenriet
Kritische Sprünge, glimpfliche Stürze: Das Motocrossrennen in Zuckenriet liess das Publikum den Atem anhalten

Noch vor zwei Wochen hätte in Zuckenriet niemand eine Runde auf dem Motorrad gedreht. Das Areal war von Wasser überflutet. Das Rennen in Zuckenriet wurde deshalb auf dieses Wochenende verschoben. Am Samstag fing das Spektakel an.

Christoph Heer
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Die Motoren heulen, der Dreck spritzt: Am Samstag war der erste Renntag von Motocross Zuckenriet.

Die Motoren heulen, der Dreck spritzt: Am Samstag war der erste Renntag von Motocross Zuckenriet.

Bild: Christoph Heer

«Noch 15 Sekunden – Noch 5 Sekunden – Go». Die Motoren heulen auf, die Fahrer geben Gas und das Publikum fiebert mit. Das diesjährige Zuckenrieter Motocross bot wiederum Motorsport vom Feinsten. In unterschiedlichsten Kategorien drehten die Piloten ihre Runden, jagten dem Vordermann nach und drängten sich – wenn möglich – Rad an Rad vorbei.

Die hohen Sprünge waren zum Teil kritisch, verliert man doch schnell das Gleichgewicht, so mehrere Meter über dem festen Boden. Dem Publikum gefiel es sichtlich. Hunderte machten es sich entlang dem Rundkurs bequem, zückten ihre Kameras, in der anderen Hand das Bier, und johlten, wenn ihre Lieblinge vorbeibretterten.

Die meisten Sprünge am Samstag glückten, Stürze verliefen glimpflich.
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Noch vor einer Woche stand Wasser auf dem Areal.
Der Start zu einem Rennen am Samstag.

Die meisten Sprünge am Samstag glückten, Stürze verliefen glimpflich.

Bild: Christoph Heer

Erst herausgeputzt, dann voll Dreck

Am Samstag dröhnten die Motoren je elf Stunden lang, ab und an kam es zu Stürzen, die aber – Stand jetzt – allesamt glimpflich verliefen. Auch am Sonntag wird voraussichtlich gefahren. Einen besonderen Augen- und Ohrenschmaus boten die Oldtimer, fein herausgeputzt gingen die altehrwürdigen Maschinen an den Start, nur um wenige Meter später trotzdem voll Staub und Dreck zu sein.

Die Schnelleren verblüfften mit ihrer Fahr- und Flugtechnik. Schier unglaublich wie es die Fahrer schafften, trotz Schräglagen und haushoher Sprünge immer auf dem Motorrad zu bleiben.

Das Gesellige das Andere

Das Sportliche gefiel also, aber wie sah es mit der Festwirtschaft, also dem Geselligen, aus? 22 Helferinnen und Helfer sind im Vor- und Hintergrund aktiv. Sie kümmern sich um das Wohl der Besucher und der Motorradfahrer. Ihr Chef, Philipp Krucker von der Adlermetzg Niederhelfenschwil, ist stolz auf sein Team. Innert zwei Stunden habe er genügend Helfer für den Anlass rekrutieren können. Er sagt:

«Das zeigt, dass sie motiviert sind, das Rennen auch gastronomisch zum Erlebnis zu machen.»
Das Team um OK-Chef «Festwirtschaft» Philipp Krucker (schwarzes Shirt) sorgte sich um das leibliche Wohl von Sportler und Besucher.

Das Team um OK-Chef «Festwirtschaft» Philipp Krucker (schwarzes Shirt) sorgte sich um das leibliche Wohl von Sportler und Besucher.

Bild: Christoph Heer

Krucker selbst ist fast überall anzutreffen. Dort geht es um Würste, hier um Bier und dort um gute Laune. So muss das sein. Der grösste Ansturm herrscht am Mittag. «Es kann nicht sein, dass die Fahrer oder Besucher in einer meterlangen Schlange anstehen müssen und auf ihr Essen warten.»

Man habe es geschafft, für ganz kurze Wartezeiten zu sorgen. «Dafür bekommen wir viel positives Feedback», so Krucker.

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