Zuckenriet
Ersatz nach 50 Jahren: Im Schulhaus Sproochbrugg soll die Beleuchtung erneuert werden

Die Notbeleuchtung im Oberstufenzentrum entspricht längst nicht mehr den Richtlinien – nun soll sie durch eine neue Beleuchtung ersetzt werden. Die Bürgerschaft hat dafür über einen Kredit von 941'000 Franken zu befinden.

Zita Meienhofer
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Das Oberstufenzentrum Sproochbrugg: Das Gebäude in der Mitte sowie jenes rechts wurden 1969 erstellt. 1978 folgte der Anbau (Mitte links), 1995 der zweite Anbau ganz links und 1996 die Turnhalle (hinten).

Das Oberstufenzentrum Sproochbrugg: Das Gebäude in der Mitte sowie jenes rechts wurden 1969 erstellt. 1978 folgte der Anbau (Mitte links), 1995 der zweite Anbau ganz links und 1996 die Turnhalle (hinten).

Bild: PD

«Die Beleuchtung ist teilweise mehr als fünf Jahrzehnte alt», erklärt Ursula Künzle, Präsidentin der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg (Gemeinden Niederhelfenschwil und Zuzwil). Sie entspreche nicht mehr überall den aktuellen Vorgaben.

Dieser Aspekt war ausschlaggebend, weshalb sich der Oberstufenschulrat des Themas Beleuchtung im Oberstufenzentrum Sproochbrugg annahm. So erfüllt die Notbeleuchtung die Richtlinien überhaupt nicht mehr. Diese muss früher oder später in jedem Fall ersetzt werde.

Es wurde immer wieder saniert

Die Deckenbeleuchtung im Trakt 78 mit Blick in den Trakt 95.

Die Deckenbeleuchtung im Trakt 78 mit Blick in den Trakt 95.

Bild: Zita Meienhofer

Das Oberstufenzentrum Sproochbrugg: 1969 wurden der erste Trakt und die Aula erstellt, 1978 folgte der erste Anbau, 1995 der zweite, 1996 der Bau der Turnhalle. Während der vergangenen Jahrzehnte wurde immer wieder saniert, die Beleuchtungsanlagen stammen jedoch aus den Zeiten der verschiedenen Bauetappen.

Ein weiterer Aspekt, der für die Erneuerung spricht, ist die Verfügbarkeit möglicher Ersatzteile, die bei Reparaturen nicht mehr mit Sicherheit lieferbar sind. Der Oberstufenschulrat hat deshalb nach eingehender Prüfung festgelegt:

Wandbeleuchtung im Trakt 69.

Wandbeleuchtung im Trakt 69.

Bild: Zita Meienhofer
«Die aktuelle Beleuchtung ist am Lebensende angekommen, muss erneuert und auf den Stand der heutigen Technik gebracht werden.»

Die Kosten für dieses Vorhaben belaufen sich, gemäss Kostenvoranschlag im Gutachten, auf 941'000 Franken. Ein stolzer Betrag. Ursula Künzle ist sich dessen bewusst, gibt jedoch zu bedenken, dass die Sproochbrugg weitläufig und die Technik mit dieser Erneuerung wieder auf dem neuesten Stand sei sowie die «Schalterei» ein Ende habe.

Das Projekt beinhaltet den Ersatz der bestehenden Lichtquellen durch LED-Leuchten. Zudem werden die Schaltungen in den Unterrichtszimmern der Präsenz angepasst: Manuelles Einschalten und automatisches Ausschalten, wenn niemand mehr im Raum ist. In den Treppenhäusern und Korridoren werden die vorhandenen Schalter der manuellen Steuerung durch Bewegungsmelder ersetzt. Letztlich soll die neue Beleuchtung auch den Energieverbrauch senken. Die Arbeiten in den verschiedenen Gebäuden sollen über drei Jahre verteilt werden.

Ursula Künzle, Präsidentin Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg.

Ursula Künzle, Präsidentin Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg.

Bild: Zita Meienhofer

Die Stimmberechtigten der Gemeinden Zuzwil und Niederhelfenschwil können über dieses Geschäft – pandemiebedingt – nicht an der Bürgerversammlung bestimmen. Sie müssen über die Erneuerung der Beleuchtung, über die Rechnung 2020, das Budget 2021 sowie über den Nachtrag zur Gemeindeordnung an der Urne befinden. Die Abstimmung findet am 11. April statt.

Die Gemeindeordnung wird zum Hindernis

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Das musste auch der Rat der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg erfahren. Die Anregung eines Bürgers, den Amtsbericht nur noch auf Wunsch zuzustellen, nahm Ratspräsident Ursula Künzle auf.

Jährlich versendet nämlich die Oberstufenschulgemeinde einen rund 150 Gramm schweren Bericht an alle rund 3500 Haushaltungen in den beiden Gemeinden. Das sind 525 Kilogramm Papier. Die Bürgerschaft soll künftig die Wahl haben, in welcher Form sie den Amtsbericht haben möchte.

Die geplante, geänderte Form der Zustellung kann aber nicht sofort umgesetzt werden. Darauf wurde der Schulrat von kantonaler Seite aufmerksam gemacht. Denn in der Gemeindeordnung befindet sich ein Artikel, der die Zustellung der Unterlagen in jeden Haushalt festlegt.

Dieser soll nun neu formuliert werden. Sagt die Bürgerschaft Ja zum Nachtrag zur Gemeindeordnung, ist künftig unter Art. 12 zu lesen: «Die Unterlagen für die Bürgerversammlung werden der Bürgerschaft zeitgerecht zur Verfügung gestellt.» (zi)