ZUCKENRIET: Drei Männer für den Glauben

Mit einem Vorstellungsgottesdienst gestalteten die neuen Seelsorgemitarbeiter Rolf Tihanyi und Urs Vescoli erstmals in der Pfarrei Niederhelfenschwil die Eucharistiefeier mit.

Ernst Inauen
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Im Dienst der Gemeinschaft: Diakon Primo Grelli (links) und die beiden neuen Seelsorgemitarbeiter Rolf Tihanyi und Urs Vescoli. (Bild: Ernst Inauen)

Im Dienst der Gemeinschaft: Diakon Primo Grelli (links) und die beiden neuen Seelsorgemitarbeiter Rolf Tihanyi und Urs Vescoli. (Bild: Ernst Inauen)

Ernst Inauen

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Am 19. Sonntag im Jahreskreis fand die Messe in der Georgskapelle Zuckenriet statt. Im Mittelpunkt standen die Vorstellung der neuen Mitarbeiter in der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland und die traditionelle Kräuterweihe. Pfarrer Jürgen Konzili leitete den Gottesdienst, assistiert von Diakon Primo Grelli und den neuen Mitarbeitern Rolf Tihanyi und Urs Vescoli. Sie übernahmen die Predigt und die Lesung. Organist Franz Meienhofer umrahmte die Feier musikalisch.

Gemeindeleiter und Katechet

Diakon Primo Grelli, Pfarreibeauftragter von Niederhelfenschwil, Zuckenriet und Lenggenwil, stellte die beiden neuen Mitarbeiter Rolf Tihanyi und Urs Vescoli vor. Sie ergänzen nach dem Rücktritt von Simon Niederer und der Pensionierung von Pfarrer Erwin Keller das Seelsorgeteam der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland. Der 53-jährige Rolf Tihanyi ist hauptsächlich als Gemeindeleiter in Zuzwil tätig. Er erlernte einen handwerklichen Beruf und entschloss sich später für ein theologisches Studium. Nach verschiedenen Arbeitsstellen in der Ostschweiz und einer mehrjährigen Zusatzausbildung wirkte er die letzten sechs Jahre als Pfarreileiter in Niederwil. Rolf Tihanyi hat am 1. August die neue Aufgabe als Gemeindeseelsorger und Pfarreibeauftragter von Zuzwil angetreten. Er wird auch die Vorbereitung und Begleitung der Firmkandidatinnen und -kandidaten in der ganzen Seelsorgeeinheit übernehmen.

Jugendarbeit im Vordergrund

Urs Vescoli wird als Katechet und Religionspädagoge in einem Teilpensum vor allem in der Jugendarbeit tätig sein. Er ist Jubla-Präses und Kontaktperson des Tremix. Der in Wattwil wohnhafte, mit Irma verheiratete Katechet arbeitet im Büro des Pfarrhauses in Niederhelfenschwil. Zusammen mit Rolf Tihanyi ist er für die Katechese der Seelsorgeeinheit verantwortlich. Die Institutio erhält er von Bischof Markus Büchel am 2. September. Urs Vescoli absolvierte eine kaufmännische Lehre mit Berufsmatura und arbeitete nach weiteren Ausbildungen als LKW-Fahrer, Disponent und PC-Supporter. Vor zwei Jahren schloss er ein Studium in Religionspädagogik in Luzern ab. Als grosses Hobby bezeichnet er das Busfahren.

Duftende Kräutersträusse

Die Kräuterweihe gehört in der katholischen Kirche zu den volkstümlichen Bräuchen und ist seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Am Hochfest Maria Himmelfahrt am 15. August, diesmal bereits am Sonntag gefeiert, brachten Frauen ihre in Sträusse gebundenen Kräuter in die Eucharistiefeier mit, wo sie der Priester segnete. So konnte Pfarrer Konzili während des Sonntagsgottesdienstes in der Georgskapelle die fein duftenden Kräutersträusse segnen. Pfarrer Konzili leitete den schlichten Akt der Kräuterweihe.

Zum Nachdenken angeregt

In seiner Predigt, die unter dem Thema «Ich bin es» stand, bezog sich Rolf Tihanyi auf das Matthäus-Evangelium, das von der Begegnung der Jünger mit Jesus erzählt. Er regte mit seinen Überlegungen die Zuhörenden zum Nachdenken über das Vertrauen an. Der Kern der wundersamen Geschichte sei nicht deren Glaubwürdigkeit, sondern die Erkenntnis der Jünger, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes sei. Der Evangelist erzähle weiter von der Angst der Jünger, die jedoch dem Herrn vertrauten. Auch für uns Menschen sei Vertrauen wichtig. Bei den Kindern werde das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ersetzt durch das Vertrauen in die Eltern. Sie würden die Welt verstehen und so gestalten, dass die Kinder darin zurechtkommen. Das sei eine wichtige Voraussetzung für ihre Persönlichkeitsentwicklung.

Das Wesentliche an der Erzählung des Evangelisten sei, dass man auf Gott vertrauen könne. «Ich weiss, dass es sich lohnt, Gott in allen Lebenslagen zu vertrauen. So wie Petrus, und gerade dann, wenn wir mit unseren eigenen Fähigkeiten am Ende sind», schloss Rolf Tihanyi seine Betrachtung ab.