ZUCKENRIET: Das kleine Geheimnis im Wald

Nach Abschluss der Renovationsarbeiten ist die Lourdesgrotte wieder frei zugänglich. Mit einem schlichten Gottesdienst wurde die Mariengedenkstätte wieder ihrer Bestimmung übergeben.

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Kapellpräsident Peter Imbach erklärt die Geschichte der Grotte und die Renovation. (Bild: Ernst Inauen)

Kapellpräsident Peter Imbach erklärt die Geschichte der Grotte und die Renovation. (Bild: Ernst Inauen)

An der 1935 errichteten und eingeweihten Lourdesgrotte wurden einige Schäden festgestellt, die eine Sanierung erforderten. Die zuständige Kapellverwaltung Zuckenriet entschloss sich für die Ausführung der notwendigen und werterhaltenden Unterhaltsarbeiten. Weil beim benachbarten Schloss Fachleute mehrjährige Sanierungsarbeiten ausführen, bot sich die Nutzung von Synergien an. Die Planung übernahm Bauleiter Martin Häberli von der Firma Hausschmied. Sein Mitarbeiter Julio Elzi war für die fachgerechte Ausführung verantwortlich.

Spezialisierte Fachleute am Werk

Im Grottengewölbe und an den seitlichen Stützmauern bildeten sich im Verlauf der Jahrzehnte schadhafte Stellen. Die Tuffsteine lockerten sich und drohten auszubrechen. Weil beim Schlossumbau Tuffsteine in grossen Mengen verwendet wurden, bot sich eine Verpflichtung der dort tätigen Fachleute an. Sie führten denn auch die Arbeiten fachkundig aus. Unter anderem setzten sie neben dem Gitterrand vor dem Aufgang zur Grotte einen neuen Steinsockel. Sie versahen den Opferstock mit einer Nische und Abstellflächen für Opferkerzen. Anschliessend nahm sich die Gärtnerin Regina Braun der Bepflanzung an. Den wuchernden Efeu lichtete sie aus und pflanzte zum Teil neues, einheimisches Wildgehölz. Bei den Maria- und Bernadette-Statuen wurden drei ausgehöhlte Tuffsteine saisonal bepflanzt. Nach den ausgeführten Renovationsarbeiten wurde am ersten Augustsamstag in der Lourdesgrotte Zuckenriet ein Gottesdienst mit Pfarrer Jürgen Konzili gefeiert. Ein vorerst sonniger Sommerabend bildete den Rahmen für die schlichte Feier. So pilgerten zahlreiche Besucherinnen und Besucher zur idyllisch gelegenen Marien-Gedenkstätte. Die beiden für den Unterhalt Verantwortlichen, Priska Rusch und Brigitte Zwick, hatten die renovierte Grotte mit prächtigem Blumen- und Kerzenschmuck festlich gestaltet. Die Eucharistiefeier leitete Pfarrer Jürgen Konzili, unterstützt von der Vizemesmerin Irma Angehrn, Lektorin Ruth Lehmann und den Ministrantinnen. Dass eine Messfeier in der Lourdesgrotte stattfinden konnte, war aussergewöhnlich und einmalig. Pfarrer Konzili bezog seine Predigt auf das Fest Verklärung des Herrn, das in der Ostkirche schon in frühchristlicher Zeit gefeiert wurde.

Ein Apéro mit offerierter Grillwurst rundete die Gottesdienstfeier ab, der allerdings durch einen kräftigen Regenguss abgekürzt wurde.

Ernst Inauen

redaktion@wilerzeitung.ch