ZUCKENRIET: Auf den Leib geschrieben

Im Theaterstück «Das Paket» spielen Schüler der Oberstufe Sproochbrugg ihre eigenen Charakteren.

Merken
Drucken
Teilen
Der Musiklehrer und ausgebildete Sänger Stefan A. Rankl. (Bild: Zita Meienhofer)

Der Musiklehrer und ausgebildete Sänger Stefan A. Rankl. (Bild: Zita Meienhofer)

«Wie schafft man es, auf zu engem Raum mit nur einem Wohnzimmer, einem Kuhlschrank und einer Toilette, geschlechtergemischt, kurz nach der Pubertät, miteinander oder besser nebeneinander auszukommen?». Mit diesem einen Satz beschreibt Stefan A. Rankl den Inhalt des Theaterstücks «Das Paket». Neun Schülerinnen und vier Schüler haben sich für den Theater-Trimesterkurs angemeldet. Für sie hat Stefan A. Rankl – er unterrichtet seit etwas mehr als acht Jahren in der Oberstufenschule Sproochbrugg hauptsächlich Musik, aber auch weitere Fächer – dieses Stück auf den Leib, wie er sagt, schreiben lassen.

Stefan A. Rankl ist ausgebildete Lehrkraft und hat danach ein Studium in Sologesang am Mozarteum in Salzburg sowie an der Musikhochschule in Basel abgeschlossen. Er war als freischaffender Tenorsolist tätig und gehörte während zehn Jahren als Ensemblemitglied dem Theater St. Gallen an. Dort lernte er Susanne Schemschies, heute Leiterin des Kleinen Gärtnerplatztheaters in München, kennen, die damals in St. Gallen als Dramaturgin tätig war. Sie war es, die das Stück «Das Paket» für die Sproochbrugg-Schüler schrieb, nach deren Charakteren. «Ich schicke ihr jeweils ein Foto sowie einen Beschrieb der Schülerinnen und Schüler, und dann beginnt sie zu schreiben», erklärt Rankl.

Das Theaterstück kommt zum Adventsbeginn, am nächsten Donnerstag, zur Aufführung. Deshalb wird nach dem Spiel musikalisch und gesanglich auf diese besondere Zeit eingestimmt, mit Musik zum Advent. Der Chor, bestehend aus allen Schülerinnen und Schülern der ersten Klassen, ein Instrumental- sowie ein Vocalensemble stimmen mit besinnlichen Melodien und Texten in die Vorweihnachtszeit ein. Wie Stefan A. Rankl sagt, soll es ein kontrastreicher Abend im Spannungsfeld zwischen lauten Charakterköpfen und besinnlichem Adventseinstieg sein. (zi)

Hinweis

Aufführung, Donnerstag, 30. November, 19.30 Uhr, Aula OS Sproochbrugg, freier Eintritt