Zu viele und zu wenige Spieler

EISHOCKEY. Der EC Wil und der EHC Uzwil stecken inmitten ihrer Saisonvorbereitung und haben bereits einige Testspiele hinter sich. Die Wiler absolvierten vergangene Woche ihr Trainingslager in Scuol. Die Uzwiler reisen heute für drei Tage nach Füssen.

Dominik Moser
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Ein kleines Trüppchen Spieler absolvierte am Montag noch ein Eistraining. Trainer Herlea hofft, dass es heute für das Trainingslager mehr sind. (Bild: Dominik Moser)

Ein kleines Trüppchen Spieler absolvierte am Montag noch ein Eistraining. Trainer Herlea hofft, dass es heute für das Trainingslager mehr sind. (Bild: Dominik Moser)

Am Dienstag wäre es im Rahmen eines Vorbereitungsspiels zu einem ersten Kräftemessen der beiden 2.-Liga-Vereine gekommen. Der EHC Uzwil musste das Spiel aber kurzfristig wegen diverser Verletzungen und Absenzen absagen. Auf Wiler Seite zeigte man sich wenig erfreut über die Spielabsage, obwohl manch Wiler Spieler sich am Montagabend beim ersten Eistraining im neuen Bergholz noch über schwere Beine vom Trainingslager beklagte.

Wil mit grossem Kader

Mit personellen Engpässen hat das Wiler Trainergespann um Yves Narbel und Ettore Gris keine Probleme, obwohl sie momentan auch einige Verletzte oder Abwesende zu beklagen haben. Inzwischen sind auch die Entscheidungen bezüglich der angekündigten Kaderreduktion gefallen. «Die betroffenen Spieler sind informiert», so Narbel, «verbleiben aufgrund von Verletzungen anderer Spieler aber vorläufig im Trainingsbetrieb.»

Mit Nico Gemperle (18) ist es Sportchef Christian Herzog gelungen, einen weiteren Torhüter zu verpflichten. Der ehemalige Wiler Junior spielte zuletzt bei den Kloten Flyers und kommt mittels B-Lizenz zum Einsatz.

Kontinuierlich gesteigert

Die Wiler starteten mit zwei Niederlagen gegen Rheintal (1:3) und Herisau (0:10) in die Vorbereitung. «Die Niederlage gegen Herisau war eine bittere Pille», resümierte Narbel selbstkritisch. «Im Endeffekt hat uns diese Partie wohl zum richtigen Zeitpunkt wachgerüttelt. Der Mannschaft wurde bewusst, dass ohne Herzblut nichts funktioniert.» Nach der Schmach konnte sich das Team in den letzten beiden Testspielen steigern und gewann gegen die beiden Ligakonkurrenten Rapperswil Lakers Bulldogs und CdH Engiadina je mit 6:1.

Vom Präsident bekocht

Die Begegnung gegen Engiadina fand während des Trainingslagers in Scuol statt und wurde von Yves Narbel als «bisher beste Leistung» bezeichnet. Etwas speziell fanden die Trainer, dass die Mannschaft während der vier Tage von Präsident Daniel Kamber persönlich bekocht wurde. «Unser Präsident ist aber wirklich ein ausgezeichneter Koch», meinte Ettore Gris.

Geduld ist gefragt

Auf Uzwiler Seite sind die Resultate in den bisherigen Testspielen sehr bescheiden ausgefallen. Das Team von Daniel Herlea startete zwar mit einem überraschenden 4:2-Sieg gegen den Erstligisten Herisau in die Vorbereitung, danach harzte es aber. Gegen die Ligakonkurrenten Wallisellen (1:7), Küsnacht (3:4), Illnau-Effretikon (4:6) und zuletzt Rheintal (1:11) mussten die Uzwiler jeweils als Verlierer vom Eis. Daniel Herlea appelliert an die Geduld seiner Spieler: «Wir müssen ruhig bleiben und weiter an uns arbeiten. Ich bin überzeugt, dass wir mit einem gesunden Teamgeist und ohne grosse Verletzungen auf die Erfolgsspur zurückfinden.»

Taktik und Teamgeist

Darum ist es für Uzwil-Trainer Daniel Herlea wichtig, dass die verletzten Spieler so schnell wie möglich wieder gesund werden. Im Trainingslager in Füssen möchte er mit der Mannschaft vor allem im taktischen Bereich arbeiten. Natürlich soll auch der Teamgeist abseits des Eisfelds gefördert werden.

Wegen der dünnen Personaldecke hofft Sportchef Massimo Diem auf die Unterstützung von Partnerteams. Wenn in einer Woche die Meisterschaft der 1. Liga startet, wird der eine oder andere Spieler sich nochmals neu orientieren. Laut Diem sind Gespräche mit möglichen Neuzuzügen weiter im Gang.