Zu einer Institution gewachsen

Mit einem Spielparcours und gemütlichem Austausch feierte die Uzwiler Kindertagesstätte Rägeboge am Wochenende ihr 20jähriges Bestehen.

Kathrin Meier-Gross
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Nebst Spielparcours, Glücksrad und Fotopräsentation gab es für die Kinder am Jubiläumsfest den Posten Schminken. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Nebst Spielparcours, Glücksrad und Fotopräsentation gab es für die Kinder am Jubiläumsfest den Posten Schminken. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

UZWIL. Wäre das Chinderhus Rägeboge ein industrielles Unternehmen, würde das stete Wachstum des Betriebes von Wirtschaftsexperten lobend erwähnt. Bei einer Kindertagesstätte ist die Resonanz bescheidener, obwohl gerade diese Institutionen dafür sorgen, dass der Wirtschaft Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Grund genug, das Chinderhus-Jubiläum gebührend zu feiern und Rückblick zu halten.

Start im April 1995

Im Herbst 1994 hatten Daniela Eilinger und Judith Suter vor der Migros eine Umfrage gestartet, um das Bedürfnis nach einer Kindertagesstätte in Uzwil abzuklären. Die Antworten hatten die beiden Kleinkinderzieherinnen ermutigt, so dass Daniela Eilinger im April 1995 das Projekt Chinderhort Rägeboge startete. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Mutter, die kochte, und einer Praktikantin. Damals wurde die Bewilligung noch durch die Gemeinde erteilt. Ab 15 Plätzen war der Kanton zuständig.

Im Sommer 1996 zügelte die Gemeinschaft von der Wiesentalstrasse an die Sonnenbergstrasse 5. Mit an Bord war nun Judith Suter. Wurde zuerst nur der erste Stock genutzt, kam bald das Dachgeschoss dazu. 2003 konnte das ganze Haus übernommen werden, gleichzeitig wurde der Verein Chinderhus Rägeboge gegründet.

Auf 46 Plätze expandiert

Die Nachfrage in Uzwil nach Betreuungsplätzen stieg weiter an. 2014 wurde auf 46 Plätze expandiert und das Schülerhaus an der Bahnhofstrasse 105 in Betrieb genommen. Die Oberuzwiler Schulkinder werden seit den Sommerferien mit dem Taxi ins Schülerhaus befördert. Um das Wohl der gut 90 Kinder im Alter von vier Monaten bis zwölf Jahren kümmern sich inzwischen 14 Personen und eine Betriebsköchin. Getragen wird die Institution von den Eltern, den Gemeinden Uzwil und Oberuzwil sowie der Firma Bühler. Im Rückblick erinnert sich Daniela Eilinger, wie dankbar und erleichtert vor allem Mütter gewesen waren, dass sie ihre Kinder einer professionellen Betreuung übergeben konnten.

Mittlerweile werde das Angebot als normale Dienstleistung angesehen. Am Jubiläumsfest vom Wochenende wurden Fotografien der vergangenen Jahre gezeigt. Kinder beim Spielen, Basteln, in der freien Natur, an Fasnachts- und Laternenumzügen, gemeinsamen Essen und anderen Beschäftigungen. Allesamt Bilder, die von glücklichen Kindertagen erzählen. Das Jubiläumsfest gehört auch dazu.