Zone mit bestimmter Nutzungsart geschaffen

Das Gebiet entlang der Gupfenstrasse soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden. Hier, an der Peripherie, sind in den vergangenen Jahren Fachmärkte – Aldi, Lidl, Dosenbach, Takko – wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dem hat Uzwils Gemeinderat einen Riegel geschoben.

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Das Gebiet entlang der Gupfenstrasse soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden. Hier, an der Peripherie, sind in den vergangenen Jahren Fachmärkte – Aldi, Lidl, Dosenbach, Takko – wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dem hat Uzwils Gemeinderat einen Riegel geschoben. Und mit Zonenplan und Baureglement ein neues Steuerungselement eingeführt, nämlich die «Zone mit bestimmter Nutzungsart». Sie soll beidseits der Gupfenstrasse dort publikumsintensive Verkaufs-, Dienstleistungs- und Freizeitnutzungen verhindern. Was in den Zentren von Uzwil und Niederuzwil stattfinden kann, soll dorthin. Es ist zwar schwieriger, solche Nutzungen in der bestehenden Baustruktur unterzubringen, als auf der grünen Wiese zu bauen. Der Gemeinderat beurteilt die auto-orientierten Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten vor den Toren anderer Kleinstädte nicht so gut, dass man davon in Uzwil mehr machen müsste. Das neue Instrument der «Zone mit bestimmter Nutzungsart» wirkt erst in einem grösseren Zeithorizont, beispielsweise wenn bestehende Bauten ihre Lebensdauer erreicht haben oder erweitert werden sollen.

Die Gewerbeflächen entlang der Gupfenstrasse sollen Arbeitsplatzpotenzial für den Werkplatz Uzwil bieten und werden deshalb als wirtschaftliches Schwerpunktgebiet ausgeschieden. Das Gebiet befindet sich einerseits in der Industrie- und Gewerbezone und anderseits – südlich des Alterszentrums Sonnmatt – in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Der Entscheid, eine solche Zone zu schaffen, scheint vernünftig. Doch ist er reichlich spät gefallen. (stu)