Ziel ist, eine Runde weiterkommen

19 Jahre ist es her, als der FC Uzwil das letzte Mal im Cup in der Hauptrunde stand. Damals spielten die Untertoggenburger gegen den FC Zürich. Am Samstag um 17 Uhr heisst der Gegner auf der Rüti in Henau FC Sierre, und der strebt dasselbe Ziel wie die Uzwiler an: Eine Runde weiterkommen.

Urs Nobel
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Nur eine Woche nach dem Saisonstart in der 2. Liga inter steht dem FC Uzwil mit dem Cupspiel in der Hauptrunde ein Saisonhöhepunkt bevor. (Bild: Urs Nobel)

Nur eine Woche nach dem Saisonstart in der 2. Liga inter steht dem FC Uzwil mit dem Cupspiel in der Hauptrunde ein Saisonhöhepunkt bevor. (Bild: Urs Nobel)

FUSSBALL. Die Enttäuschung beim FC Uzwil, «nur» einen Gegner aus der 2. Liga inter zugelost bekommen zu haben, hält sich im Rahmen. Der Präsident, Robin Keller, gibt sich nämlich kämpferisch und meint, dass dafür vor diesem Spiel eine klare sportliche Zielsetzung habe deklariert werden können. Und diese heisst: «Der FC Uzwil will eine Runde weiterkommen und dort auf einen prominenten Gegner stossen.» Garantiert doppelt enttäuscht darüber, nach Erreichen der Hauptrunde erstens keinen Challenge- oder Super-League-Club zugelost bekommen zu haben und zweitens sogar noch eine weite Reise vom Wallis in die Ostschweiz auf sich nehmen zu müssen, ist der FC Sierre. Für die Walliser ist das bevorstehende Auswärtsspiel eine zünftige Strafe. Der Aufwand für eine solche Reise ist nämlich für einen Amateurklub riesig und die Chance, zu verlieren, mindestens präsent.

Wahr- und ernst nehmen

«Cupspiele sind immer etwas Besonderes», sagt Robin Keller und hofft, dass trotz eines weniger attraktiven Gegners rund 500 Zuschauer auf die Rüti kommen und den FC Uzwil dahingehend von aussen unterstützen, damit dieser in den Sechzehntelfinal einziehen kann. «Wir wollen am Samstag Propaganda für ein mögliches weiteres Cupspiel machen, möchten aber gleichzeitig so auftreten, dass man uns in der Region in der neuen Liga wahr- und ernst nimmt.» Aus diesem Grund wurde in dieser Woche das Hauptaugenmerk auch nicht spezifisch auf das Cupspiel, sondern auf die Meisterschaft gelegt. Und auf die Integration jener Spieler, die erst Ende Woche von ihren Ferien zurückgekehrt sind.

Der FC Henau zeigte es vor

Was sich der FC Uzwil hinsichtlich der Partie gegen den FC Sierre vornimmt, ist vor einem Jahr bereits dem FC Henau gelungen. Der FC Henau durfte im Sechzehntelfinal gegen den FC Wil antreten, und besagte Partie geriet zu einem veritablen Fussballfest. Der FC Henau geriet zwar danach in der Meisterschaft in ein sogenanntes Loch, was in der Folge den Abstieg bedeutete. Dass dasselbe dem FC Uzwil passieren könnte, glaubt Robin Keller nicht: «Wir nehmen in jedem Fall das Positive aus dem Cupabenteuer mit. Das Hauptaugenmerk aber legt der FC Uzwil klar auf die Meisterschaft und in dieser wollen wir uns in der 2. Liga halten und längerfristig etablieren.»

Beide starteten mit Niederlagen

Sowohl der FC Uzwil als auch sein Gegner vom Samstag starteten am vergangenen Wochenende mit einer Niederlage in die Saison. Uzwil verlor auswärts gegen den FC Mels mit 1:2, Sierre gegen das ehemalige NLB-Team aus Meyrin mit 2:4. Der FC Uzwil hat seit spätestens dem Wochenende alle einsetzbaren Spieler zur Verfügung. Trainer René Benz wird sich diese Woche noch den Kopf zerbrechen, wen er im Sturm spielen lässt. Levi und Obrist sind nämlich verletzt. Eine Chance also für eine der restlichen Offensivkräfte im breiten Kader des FC Uzwil, sich dem Trainer aufzudrängen.

Ohne jegliche Auflagen

Der Fussballverband verhängt in der Regel dem Heimteam Auflagen bezüglich Sicherheit und Infrastruktur. Dem FC Uzwil nicht. Dazu ein schmunzelnder Präsident: «Das wäre wohl erst dann der Fall, wenn wir in den Halbfinal einziehen würden.»