Zentrum erhält neues Gesicht

Die geplanten Neubauten der Clientis-Bank werden das Dorfbild von Oberuzwil verändern. Zudem soll die Wiesentalstrasse saniert und verkehrssicher gestaltet werden.

Philipp Stutz
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An der Orientierungsversammlung studieren Anstösser interessiert die Planungsunterlagen. (Bild: Philipp Stutz)

An der Orientierungsversammlung studieren Anstösser interessiert die Planungsunterlagen. (Bild: Philipp Stutz)

Die Clientis-Bank plant auf dem Gerbe-Areal in Oberuzwil einen Neubau sowie einen Ersatzbau für das bestehende Gebäude und eine Tiefgarage mit 60 Plätzen. Am Donnerstag wurden die Anstösser informiert. Dem Projekt erwuchs keine Opposition. Fragen wurden zum Verkehr an der Wiesentalstrasse gestellt. «Wir freuen uns, das Baugesuch einreichen zu können», sagte Heinz Jost, Verwaltungsratspräsident der Clientis-Bank Oberuzwil. Das Projekt sei ausgereift. Die Regionalbank weise ein gesundes Wachstum auf. Jost zeigte sich überzeugt, mit der Überbauung eine Aufwertung des Dorfs zu erreichen. Westlich des bestehenden Bankgebäudes stünden genügend Landreserven für den Neubau zur Verfügung.

Gemeinde sieht sich als Juniorpartner

Der Überbauungsplan Gerbe ist in diesem Frühjahr vom kantonalen Baudepartement genehmigt worden. Das Planungsgebiet liegt im Zentrum von Oberuzwil und wird auf drei Seiten von Strassen – Wiesental-, Gerbe- und Tafelackerstrasse – begrenzt. Im Norden bildet die Uze den natürlichen Abschluss. Bereits 2009 ist für das gesamte Planungsgebiet ein ortsbaulicher Studienauftrag ausgearbeitet worden. «Das Dorfzentrum erhält durch die Überbauung ein neues Gesicht», sagte Gemeindepräsident Cornel Egger. Der Gemeinderat begrüsse Aufwertung und Neugestaltung des zentral gelegenen Gebietes und der angrenzenden Strassenzüge.

Sie werde bei diesem Projekt als Juniorpartner auftreten. Verfügt die Gemeinde doch – gleich wie die Bank - über Landreserven auf dem Areal. Auf einem ihr gehörenden Grundstück an der Tafelackerstrasse soll ein Mehrfamilienhaus entstehen, was den Abbruch einer Altliegenschaft zur Folge hätte. Die Alte Gerbi, in der sich Ludothek, Kultur- und Jugendraum befinden, bleibe aber vorerst unangetastet, betonte der Gemeindepräsident.

Sicherheitsdefizite eliminieren

Auch die Wiesentalstrasse soll saniert werden. Dort bestehen Sicherheitsdefizite, wie Ingenieur Markus Brühwiler sagte. Er erwähnte die gefährlichen, unübersichtlichen Einfahrten vom Feuerwehrdepot sowie von der Lelechten- und Tafelackerstrasse in die Wiesentalstrasse. Der Strassenzug soll von der Rössli-Kreuzung bis zum Heer-Weiher saniert werden. Abschlüsse und Beläge müssen erneuert, Strasse und Vorplatzbereiche gestalterisch aufgewertet werden. «Die Fahrbahn der Wiesentalstrasse soll leicht nach Norden verschoben werden», erklärte Brühwiler. Man sei bestrebt, komfortablere Fussgängerflächen und Strassenübergänge zu schaffen. Die Fahrbahnbreite soll auf 6,50 Meter reduziert und die Strasse begrünt werden. Man wolle durch das Pflanzen von Bäumen Akzente setzen. Für den Unterhalt der Bäume wird die Gemeinde zuständig sein. Der Bereich der Bushaltestellen wird nicht asphaltiert, sondern betoniert. «Es werden keine Einbuchtungen für Postautos geschaffen», sagte Brühwiler. Zwischen Post und Bankneubau entstehen acht Kurzzeitparkplätze, vor der Bank selbst vier Längsparkplätze.

Mehrere Anwohner beklagten sich über das Dauerparkieren an der Strasse. Die Normen bezüglich der Anzahl von Parkplätzen seien mit dem vorliegenden Projekt erfüllt, betonte Egger. Über den Kredit für die Strassensanierung werde die Bürgerversammlung entscheiden.

Diese beiden Häuser an der Wiesentalstrasse müssen dem Neubau der Bank weichen. (Bild: Philipp Stutz)

Diese beiden Häuser an der Wiesentalstrasse müssen dem Neubau der Bank weichen. (Bild: Philipp Stutz)

Der Situationsplan zeigt die Eigentumsverhältnisse im Gerbe-Areal. (Bild: PD)

Der Situationsplan zeigt die Eigentumsverhältnisse im Gerbe-Areal. (Bild: PD)