Zeit für ein freundliches Grüezi

Es ist 45 Minuten vor Spielbeginn, die beiden netten «Kassafräuleins» haben noch genügend Zeit, die Matchbesucher mit einem freundlichen Grüezi zu begrüssen.

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Jan Wegmann schwitzte noch lange. (Bild: uno)

Jan Wegmann schwitzte noch lange. (Bild: uno)

Dies und das, Randgeschehen rund um das Fussball-Meisterschafts-Heimspiel gegen den FC Biel

Es ist 45 Minuten vor Spielbeginn, die beiden netten «Kassafräuleins» haben noch genügend Zeit, die Matchbesucher mit einem freundlichen Grüezi zu begrüssen. Die Wiler scheinen es offenbar immer noch vorzuziehen, erst kurz vor Matchbeginn ins Bergholz zu kommen und nehmen offenbar gerne in Kauf, eine Weile vor dem Kassahäuschen anzustehen. Dabei würde es sich lohnen, rechtzeitig ins Stadion einzutreten. Denn die Unterhaltung fängt schon viel früher an, als die Matchuhr zu laufen beginnt.

Langweilig wird es jedenfalls nicht. So ist es beispielsweise spannend mit anzusehen, wie die Spieler ihre Aufwärmübungen absolvieren, stets darauf bedacht, nicht vom satten Strahl des Wasserwerfers getroffen zu werden. Oder auch zu schmunzeln, wenn sich Ordnungskräfte zusammen mit den Balljungen mit den Tücken der Werbeblache im Mittelpunkt des Feldes herumschlagen.

Noch lange geschwitzt

Apropos Werbeblache: Auch die beiden Tore werden neuerdings vor dem Spiel mit Werbung bedacht. Damit die Torhüter trotzdem realistisch eingeschossen werden können, dafür sorgen die Brüder Ignaz und Silvan Brühwiler mit Patrick Kugler und Jan Wegmann. Stets darauf bedacht, dass der Werbeeffekt trotzdem nicht verloren geht.

Besagte Arbeiten sind streng, zumal noch nicht alle Handgriffe sitzen. Jan Wegmann beispielsweise schwitzte noch eine Viertelstunde nach Spielbeginn, als er auf den Presseplätzen eine Bratwurst ass. Für Ignaz und Silvan Brühwiler bedeuten diese Arbeiten, dass sie nicht mehr wie früher, noch Runden drehen müssen, ums sich bei allfälligen Kurzeinsätzen mit der Tragbahre nicht selber eine Zerrung einzufangen.

Nur Biel war bereit

Am Montag hätten sie auch keine Zeit mehr dafür gehabt. Die letzte mobile Werbebande wurde erst Sekunden vor Spielbeginn erfolgreich demontiert, Schiedsrichter und Spieler waren schon bereit für die Spielaufnahme.

Doch was heisst bereit? Bereit waren offenbar nur die Gäste aus Biel, die lediglich zwei Angriffe benötigten, um den Führungstreffer zu realisieren. Die Wiler befanden sich damals noch in einem Tiefschlaf oder sind es einfach noch nicht so richtig gewöhnt, dass der frühere Bergholz-Besucher-Durchschnitt auch am Montag trotz Liveübertragung im Fernsehen erneut wieder deutlich übertroffen wurde. Urs Nobel