Zehnmal Kunst in der Scheune

Kunst soll in Bronschhofen ihren Platz haben. Mit diesem Ziel präsentierten am vergangenen Wochenende zehn Kunstschaffende ihre Objekte.

Barbara Kobelt
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Bunte Ecke: Seidentücher und Kostüme bringen Farbe in die Scheune. (Bild: bk.)

Bunte Ecke: Seidentücher und Kostüme bringen Farbe in die Scheune. (Bild: bk.)

BRONSCHHOFEN. Auf ein gemeinsames Motto haben die zehn Künstlerinnen und Künstler aus der Region Bronschhofen bewusst verzichtet. Vielmehr sollte die Fülle an Kunst gezeigt werden, die sich durch die gemeinsame Ausstellung «Kunscht i dä Schür» in Bronschhofen ergab. Die Idee einer gemeinsamen Kunstausstellung entstand infolge einer Gewerbeausstellung vor zwei Jahren, wo sich die Kunstschaffenden zufällig kennengelernt hatten. «Es liegt uns am Herzen zu zeigen, dass Bronschhofen Künstlerinnen und Künstler mit Potenzial hat», sagt Kuno Schebdat, Fotograf und Hauptverantwortlicher des Anlasses. Preisschilder hat er deshalb bewusst nicht an seine Bilder angebracht. «Der Verkauf ist an dieser Ausstellung ganz klar zweitrangig.»

Kalender und Kartonschachteln

Der kürzlich renovierte Dachboden bot den Kunstschaffenden gerade genug Platz, um ihre Objekte geeignet plazieren zu können. Die Wände wurden hauptsächlich für die Ausstellung von Gemälden – darunter auch einige von Künstler Arthur Wyss – sowie für Fotografien oder Seidentücher verwendet. In der Mitte des Raumes präsentierte sich den Besuchenden ein raffiniert angeordneter Stapel Fotobücher sowie diverse Kalender mit eindrucksvollen Bildern aus der Region Toggenburg. Wer den Blick etwas umherschweifen liess, konnte am Ende der Scheune bunte Quadrate ausmachen, die sich bei näherer Betrachtung als originelle Kartonschachteln entpuppten.

Hände als Werkzeug

Anne Weber, Schöpferin der Kunstschachteln, hat Spass an der Arbeit mit Karton und Papier. Deshalb kommt für sie auch kein anderes Arbeitsmaterial in Frage. Aufgrund ihrer Tätigkeit sieht sich Anne Weber selbst mehr als Handwerkerin denn als Künstlerin. «Ich arbeite gerne mit meinen Händen. Sie sind mein Werkzeug.» Flinke Hände und viel Geschick beanspruchen auch die grellen Guggenmusik-Kostüme am Eingang der Ausstellung. Das grasgrüne Kleid mit üppiger Blumen- und Schleifenverzierung sowie die weite, pink-türkisfarbige Robe waren ein Besuchermagnet, ganz besonders für Fasnachtfans.