WUPPENAU: Ortspartei feiert sich selbst

Als die Schönholzerswiler und Wuppenauer ihre SVP-Ortspartei gründeten, bestand die schweizerische Partei noch nicht.

Rudolf Steiner
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Nationalrat Markus Hausammann während seiner Rede am Grillfest zum 50-Jahr-Jubiläum der SVP in Hagenwil. (Bild: Rudolf Steiner)

Nationalrat Markus Hausammann während seiner Rede am Grillfest zum 50-Jahr-Jubiläum der SVP in Hagenwil. (Bild: Rudolf Steiner)

Auf 50 Jahre wurde zurückgeblickt. Die Feier im Rahmen eines Grillfestes fand auf der Fair-Horse-Ranch von Albert Kuster in Hagenwil statt – in der geografischen Mitte zwischen den beiden Dörfern, die der Sektion den Namen gaben. Gründungsmitglieder waren zwar keine anwesend. Dafür zitierte der ehemalige Sektionspräsident Hansruedi Krüsi einige Ereignisse aus Versammlungsprotokollen der Anfangszeit. So wurde die Ortspartei gegründet, weil man sich mit der FDP des Bezirks Münchwilen, mit der man zusammenarbeitete, nicht mehr verstand und man sich mit eigenen Listen und Kandidaten an den Kantonsratswahlen beteiligen wollte.

Sie kamen sich vor wie Randständige

Die Parteigründer aus den beiden östlichsten Gemeinden des Bezirks Münchwilen, zu dem Wuppenau und Schönholzerswilen damals gehörten, seien sich buchstäblich wie Randständige vorgekommen. Die Gründung der Ortssektion erfolgte am 11. August 1967 im Restaurant Schweizerhaus in Schönholzerswilen. Dank ihrer Aktivitäten in den vergangenen fünf Jahrzehnten gehörten die beiden Gemeinden in Bezug auf ihr Parteispektrum und ihren Wähleranteil zu den SVP-Hochburgen im Kanton Thurgau, wie SVP-Kantonalpräsident Ruedi Zbinden in seiner Gratulationsrede festhielt.

Ebenfalls unter den rund 50 Gästen befanden sich Nationalrat Markus Hausamann aus Langrickenbach, die ehemaligen und aktuellen Gemeindepräsidenten Hans Hugelshofer aus Schönholzerswilen, Hanspeter Gantenbein aus Wuppenau und Fredy Oettli aus Schönholzerswilen sowie Bezirksparteipräsident Andreas Zuber aus Märstetten. Als Frauen der ersten Stunde erzählten die beiden über Achtzigjährigen Elsy Nater und Frida Müller Müsterchen aus dem Politalltag der 1970er-Jahre. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von den Jodlerinnen Andrea Clesle und Daniela Buchmann und den Alphorn- und Tüchelspielern Hansruedi Krüsi, Fredi Schnyder und Tamara Hähni.

Rudolf Steiner

weinfelden@thurgauerzeitung.ch