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Kein Wonnemonat: Der Mai war in der Region Wil so kalt wie seit 28 Jahren nicht mehr

Erstmals seit 14 Monaten fiel ein Temperatur-Monatsmittel wieder einmal zu kalt aus. Das Defizit macht im Vergleich mit dem meteorologisch relevanten Mittelwert von 1981-2010 zwei Grad aus. Das Quecksilber bewegte sich zwischen 0 und 23 Grad.
Christoph Frauenfelder
Die garstige Bise hatte immer viele Wolken im Gepäck. (Bild: Urs Jaudas)

Die garstige Bise hatte immer viele Wolken im Gepäck. (Bild: Urs Jaudas)

Nach dem kalten Mai macht sich in diesen Tagen grosse Wärme aus Spanien auf zu uns. Dort werden täglich über 35 Grad gemessen. Nordafrika stöhnte unter 47 Grad Wüstenhitze. Seit vielen Jahren zogen wieder einmal die müden Eisheiligen durchs Land und brachten verfrüht am 7. Mai nochmals leichten Frost – Rebkulturen mussten beheizt werden. An den Namenstagen der Eisheiligen (12. bis 14. Mai) war es im Unterland aber frostfrei.

Zu wenig Sonne im Mai

Die Sonne hat in den vergangenen Monaten oft Überzeit geleistet – im Mai nicht. Die Bise wehte oft aus Nordosten durchs Mittelland. Auf dem La Dôle erreichte sie Spitzen bis 140 Kilometer pro Stunde. Die Bise hatte immer viele Wolken im Gepäck. So erreichte die Besonnung nur 70 Prozent der üblichen Summe.

Defizite beim Grundwasser bleiben

Die seit 16 Monaten andauernde Trockenheit wurde mit dem Mai unterbrochen. Die Niederschläge erreichten einen Überschuss von rund zehn Prozent. Oberflächlich sind die Böden nun gut mit Wasser versorgt; beim Grundwasser gibt es Defizite. Später Schnee fiel am 5. Mai mit drei Zentimeter Höhe. In der 40-jährigen Beobachtungsreihe dieses Parameters ist auf 500 Meter Meereshöhe im Mai noch nie eine Schneedecke verzeichnet worden. Auf dem Säntis wurde die höchste Mai-Schneehöhe seit Messbeginn mit 7,14 Meter gemessen. Hier wurde im April 1999, dem Jahr des Bodensee-Hochwassers, mit 8,16 Meter auch die höchste Schneehöhe der Schweiz gemessen.

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