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Wohnungseinweihung im Sand

Die künstlich angelegte Sanddüne in der ehemaligen Kiesgrube im Langäcker bietet Uferschwalben Lebensraum und einen Nistplatz. Mit geladenen Gästen wurde das neue Zuhause eingeweiht.
Besucher beobachten die Flugbewegungen der Uferschwalben vor dem künstlich angelegten Sandhügel. (Bild: pd)

Besucher beobachten die Flugbewegungen der Uferschwalben vor dem künstlich angelegten Sandhügel. (Bild: pd)

NIEDERSTETTEN. Kaum zu glauben, dass Vögel wie die Uferschwalben Tunnels von bis zu einem Meter in Sandwände bauen können. Bei der offiziellen Einweihung der Sanddüne in der ehemaligen Kiesgrube im Langäcker wurde das Leben dieser gefährdeten Vogelart vorgestellt.

Für Suzanne Oberer, Präsidentin von SVS/Birdlife Schweiz, ist der Bau von künstlichen Sanddünen eine Erfolgsgeschichte. Als die Flüsse noch dynamisch durch das Land mäandriert seien, hätten die Uferschwalben in den Prallhängen genistet. Mit der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts seien viele Flüsse eingedohlt worden. Gleichzeitig sei es zum Kiesabbau gekommen.

Auch andere bedrohte Arten

Die neu entstandenen Kiesgruben seien zu Ersatzbiotopen für Uferschwalben und andere Auenbewohner geworden. Mit der Schliessung vieler Kiesgruben in den vergangenen Jahren hätten die Vögel wiederum Lebensraum verloren. Seit der Aargauer Kiesunternehmer Ueli Müller 2011 den künstlichen Sandhügel initiiert habe, könne den Uferschwalben wieder Lebensraum geboten werden, sagte Françoise Schmit, Mitarbeiterin des Schweizer Vogelschutzes SVS/Birdlife Schweiz. Sowohl Schmit wie auch Oberer wiesen auf die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem Natur- und Vogelschutzverein Uzwil (NVU) und der Firma Holcim hin, welche den Verbleib der Uferschwalben in Niederstetten ermöglichen. Bei der Begehung stellte Elisabeth Burkhard, Vorstandsmitglied im NVU, weitere Bewohner der ehemaligen Kiesgrube vor. Das Quaken des Wasserfroschs und das Singen verschiedener Vogelarten legten Zeugnis dafür ab, dass sich hier eine Oase für die bedrohte Fauna und Flora entwickelt hat.

Reger Flugverkehr

Während die Gäste mit Feldstecher den regen Flugverkehr vor der eingezäunten Sanddüne beobachteten, erzählte Marianne Schläpfer, ebenfalls NVU-Vorstandsmitglied, dass die Brutpaare manchmal das Polstermaterial für die Bruthöhle beim Nachbar stibitzen. Die fünf bis sechs weissen Eier werden von beiden Partnern bebrütet. Sobald die Jungen Federn haben, sind sie an den Niströhreneingängen zu sehen. Nach 16 bis 22 Tagen verlassen sie das Nest. (pd)

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