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Wohnungen und Einfamilienhäuser sind innert fünf Jahren 20 Prozent teurer geworden

Die Preise für Wohnungen und Häuser sind in der Region Wil markant gestiegen – für viele Kaufwillige zu sehr.
Hans Suter
Wohneigentum ist begehrt: In Rickenbach entstehen östlich der Glärnischstrasse vier Mehrfamilienhäuser. Acht der insgesamt 41 Eigentumswohnungen sind bereits verkauft. (Bild: Hans Suter)

Wohneigentum ist begehrt: In Rickenbach entstehen östlich der Glärnischstrasse vier Mehrfamilienhäuser. Acht der insgesamt 41 Eigentumswohnungen sind bereits verkauft. (Bild: Hans Suter)

In der Stadt Wil ist Wohneigentum am teuersten in der Region Wil: 868000 Franken kostet eine 4,5-Zimmer-Eigentumswohnung, ein Einfamilienhaus gar 1262000 Franken. Das geht aus der neuesten Immobilienstudie der Migros Bank und der Iazi AG hervor. Gegenüber der Studie aus dem Jahr 2014 bedeutet das eine Preissteigerung von 10 Prozent. Doch es kommt noch viel dicker.

Definition von Musterwohnung und Musterhaus

Zur Vergleichsbasis: Die den Berechnungen zugrunde gelegte Muster-Eigentumswohnung besteht aus 4,5 Zimmern, hat eine Nettowohnfläche von 115 m2 zuzüglich einer Balkonfläche von 14 m2 und verfügt über einen Tiefgaragen-Parkplatz. Das Muster-Einfamilienhaus ist freistehend, hat 5,5 Zimmer mit einer Nettowohnfläche von 150 m2 und einem Raumvolumen von 780 m3, umfasst eine Grundstückfläche von 700 m2 sowie einen Garagenparkplatz und einen Abstellplatz.

Oberbüren und Toggenburg
sind am günstigsten

In neun der 17 hier untersuchten Gemeinden liegt der Preis für die Musterwohnung bei über 700000 Franken und das Haus bei einer Million Franken und mehr. Am wenigsten Geld muss an in Lütisburg aufbringen: 610000 Franken für die Musterwohnung, 846000 Franken für das Musterhaus (siehe Tabelle). Nur leicht teurer sind Kirchberg und Oberbüren mit 630000 bzw. 628000 Franken für die Wohnung und 887000 bzw. 899000 Franken für das Haus. Flawil bildet ziemlich genau den Median in der Region (die Hälfte der Gemeinden ist teuer, die Hälfte günstiger): die Musterwohnung kostet 701000 Franken, das Haus 999000 Franken, womit die Millionengrenze angeritzt ist.

Die Gemeinden mit den höchsten Wertsteigerungen

Das Preisniveau hat sich je nach Gemeinde sehr unterschiedlich entwickelt. Die grösste Preissteigerung erfuhr Sirnach, sowohl bei der Wohnung (+24%) als auch beim Haus (+25%). An zweiter Stelle liegt Degersheim mit 23,9 beziehungsweise 24,4 Prozent. Hier kostet die Musterwohnung 697000 Franken, das Musterhaus 986000 Franken. Rickenbach hat bei der Wohnung um 23,2 Prozent auf 741000 Franken zugelegt, beim Haus um 24,3 Prozent auf 1053000 Franken. In der Nachbargemeinde Wilen ist der Preis für die Wohnung um 21,4 Prozent auf 763000 Franken und für das Musterhaus auf 1079000 Franken geklettert.

Finanzierungsprobleme

Das Muster-Einfamilienhaus kostet im Kanton St. Gallen 1060000 Franken. Wie finanziert man das? Zum Erwerb müssen 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital eingebracht werden – also 212000 Franken; für die restlichen 848000 Franken kann ein Hypothekardarlehen aufgenommen werden. Um das Geld vom Kreditinstitut zu erhalten, muss die Tragbarkeit gegeben sein. Das ist dann der Fall, wenn der Kunde in der Lage ist, die Kaufsumme auch bei 5 Prozent zu verzinsen, und 1 Prozent für den Unterhalt aufbringen kann. Beim Haus macht das 63600 Franken pro Jahr oder 5300 Franken pro Monat. Da die Wohnkosten ein Drittel des Einkommens nicht übersteigen soll, braucht es einen Monatslohn von 15900 Franken. (hs)

Oberbüren ist günstiger geworden

Die geringsten Preissteigerungen verzeichneten die Gemeinden Niederhelfenschwil (8,4% Wohnung/9,1% Haus), Flawil (8,4%/9,4%), Zuzwil (10,1%/11,1%), die Stadt Wil (10,4%/10,2%) und Münchwilen (10,9/12,3%). Auffallend ist die Situation in Oberbüren: Das Musterhaus verteuerte sich um lediglich 0,7 Prozent, die Musterwohnung wurde gar um 0,2 Prozent günstiger.

Region Wil im Vergleich zum Schweizer Mittelwert

Trotz der zum Teil immensen Preissteigerung ist Wohneigentum in der Region Wil immer noch vergleichsweise günstig: Im Schweizer Mittel kostet die Musterwohnung 980000 Franken, das Musterhaus 1410000 Franken. In Wil liegt die Wohnung somit 11,5 Prozent und das Haus 10,5 Prozent unter dem nationalen Durchschnittspreis, in Lütisburg sogar 37,8 Prozent bei der Wohnung und 40 Prozent beim Musterhaus.

Baulandpreise steigen

Die knappen Baulandreserven, der Druck zur Innenverdichtung und die durch tiefe Hypothekarzinsen begünstigte hohe Nachfrage treiben die Preise für Bauland in die Höhe. In der Stadt Wil kostet erschlossenes Bauland an guter Lage mindestens 1000 bis 1500 Franken pro Quadratmeter. Grosse Preissteigerungen erfuhren in den vergangenen 15 Jahren Wils Nachbargemeinden Rickenbach und Wilen: Im Jahr 2004 war hier Bauland für Einfamilienhäuser für 350 Franken pro Quadratmeter zu haben. Mittlerweile bewegen sich die ausgeschriebenen Preise zwischen 600 und 850 Franken. Zu beachten gilt: Ein Preis ist das Resultat einer Verhandlung zwischen Käufer und Verkäufer und kann je nach Situation höher oder tiefer liegen. (hs)

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