Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Woher der Strom kommt: Schüler erleben erneuerbare Energie

Bereits früh lernen Kinder in der Schule den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Das Energietal Toggenburg bietet dafür seit Januar Module an. Ein Augenschein.
Gianni Amstutz
Hansueli Aebischer zeigt den Schülern die Energiegewinnung mittels Verbrennung anhand eines Modells. (Bild: Gianni Amstutz)

Hansueli Aebischer zeigt den Schülern die Energiegewinnung mittels Verbrennung anhand eines Modells. (Bild: Gianni Amstutz)

Der haushälterische Umgang mit Energieressourcen hat im Zuge der Klimaproteste in der gesellschaftlichen Debatte nochmals an Gewicht gewonnen. Das zeigt sich auch in der Schule. Dort führt das Energietal Toggenburg in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) Module zu Recycling und Energie durch.

Doch wie bringt man Zehnjährigen die doch relativ komplexen Themen wie Energiegewinnung und die Unterschiede zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energien bei? Bei den Modulen wird hauptsächlich auf Erlebbares gesetzt. Anhand von Experimenten lernen die Schülerinnen und Schüler der Uzwiler Schule Neuhof, dass jede Energie, die verbraucht wird, eine Quelle braucht. Bei einer Dynamotaschenlampe ist dies beispielsweise die Muskelkraft, mit der sie die Kurbel betätigen. Aber auch ganz klassische ­Energieträger wie Wind, Sonne, ­Wasser oder Wärme lernen die Kinder am Beispiel von kleinen Modellen, die sie zum Laufen bringen müssen, kennen.

Vor- und Nachteile der Energiequellen

Dies solle in erster Linie das Verständnis fördern, woher die Energie kommt, die wir täglich nutzen, erklärt Hansueli Aebischer, der die Module mitentwickelt hat und sie nun an verschiedenen Schulen im ganzen Einzugsgebiet des ZAB durchführt. Dabei werde den Schülern auch aufgezeigt, welche Energieformen die Umwelt besonders stark belasteten. Und obwohl die Module vom ZAB mitinitiiert wurden, spricht Aebischer mit den Schülern auch über die Negativseiten der Verbrennungsprozesse. «Bei jeder Verbrennung entsteht CO2», erklärt er. Dieses werde zwar von Pflanzen benötigt, wirke sich aber in einer zu grossen Menge negativ aus, weil die Atmosphäre sich dadurch zunehmend erwärme. Erstaunlich zu beobachten ist, dass viele der meist erst zehnjährigen Kinder bereits ein Vorwissen zum Thema mitbringen. Zum Thema Treibhauseffekt sagt ein Schüler beispielsweise: «Das ist doch auch, weil die Kühe pupsen.» Ein weiterer meint zum Thema Energiegewinnung durch Holz: «Das ist nicht gut für die Umwelt. Besonders, wenn für Palmöl Bäume gefällt werden.»

Bei einem politisch aufgeladenen Thema stellt sich die Frage, ob es von den Eltern noch keine Beschwerden gab. Aebischer verneint: «Negative Rückmeldungen haben wir noch keine erhalten.» Und auch Klassenlehrerin Céline Strässle sagt: «Der Klimawandel ist ja wissenschaftlich belegt.» Die Eltern stünden dem Energieunterricht positiv gegenüber. Nur durch eine Mutter eines Schülers sei sie überhaupt auf das Angebot aufmerksam geworden. Die Module stossen bei so vielen Schulen auf Anklang, dass Aebischer dabei ist, neue Lehrkräfte für den Energieunterricht einzuarbeiten, um alle Anfragen bewältigen zu können.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.