Wo sind die Eltern?

Ich bin eine Mutter von 2 Kindern im Alter von 9 und 11 Jahren. Dazu bin ich zu 100 Prozent zu Hause und rund um die Uhr für meine Kinder da. Immer wieder dreht sich alles nur um das leide Thema Tagesstrukturen.

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Ich bin eine Mutter von 2 Kindern im Alter von 9 und 11 Jahren. Dazu bin ich zu 100 Prozent zu Hause und rund um die Uhr für meine Kinder da. Immer wieder dreht sich alles nur um das leide Thema Tagesstrukturen. Wo stehen wir Hausfrauen in der Gesellschaft mit unserem «nur» Hausfrau-und Mutter-Job? Wir werden nur müde belächelt. Wir Mütter arbeiten sehr wohl und manchmal bis spät in die Nacht, ohne Lohn, ohne Anerkennung.

Wir trösten unsere Kinder, machen mit ihnen Hausaufgaben, rennen in die Schule, wenn diese ruft, helfen dort gratis und franko mit. Ich unterstütze Mütter, die wirklich auf die Tagesstruktur angewiesen sind (z. B. Alleinerziehende). Aber nicht solche, die Doppelverdiener sind und 80 bis 100 Prozent arbeiten gehen. 1 bis 2 Tage pro Woche sind o. k., aber nicht mehr.

Die Doppelverdiener müssen meiner Ansicht nach mehr bezahlen (Vollkosten-Deckung) oder sich privat orientieren. Mütter, die nicht aus finanziellen Gründen arbeiten gehen müssen, sollen zu Hause für Recht und Ordnung schauen, den Platz denen geben, die es wirklich dringend nötig haben. Sonst frage ich mich, warum man Kinder auf die Welt stellt, wenn die Karriere einen höheren Stellenwert hat.

Deshalb Nein zu einem Ausbau der Tagesstrukturen und Ja zu einer Tarifanpassung und gerechteren Platzvergabe.

Deborah-Ursina Hauser-Oettli Langeggweg 7. 9500 Wil

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