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Wo noch kein Totalverbot herrscht: Feuerwerk richtig handhaben

Der 1. August naht und damit die Lust auf Böller und Raketen. In Wil und Jonschwil gilt ein Verbot. Und wo es noch erlaubt ist, gilt es zu bedenken: Die Gefahren beim unsachgemässen Umgang mit Feuerwerk werden oft unterschätzt. Worauf zu achten ist, für einen unfallfreien Nationalfeiertag.
Richard Clavaterscher
Die grosse Trockenheit gefaehrdet vielerorts das Feuerwerk am Nationalfeiertag. (Bild: Keystone/Patrick Hürlimann)

Die grosse Trockenheit gefaehrdet vielerorts das Feuerwerk am Nationalfeiertag.
(Bild: Keystone/Patrick Hürlimann)

Feuerwerk ist nicht gleich Feuerwerk. Wer den 1. August auch damit feiern will, sofern von den Behörden noch erlaubt, achtet am besten auf die Empfehlungen der Schweizerische Koordinationsstelle Feuerwerk (SKF). Die Branchenorganisation der Hersteller, Importeure, Grossisten und Verkäufer hat alles Wichtige zum Kauf und Abbrennen von Feuerwerk zusammengetragen.
Diese Empfehlungen beginnen mit dem Einkauf. Die SKF rät, sich beim Kauf von Feuerwerk über die Handhabung der einzelnen Feuerwerkskörper instruieren zu lassen. Die Empfehlungen rufen aber auch Dinge in Erinnerung, die eigentlich selbstverständlich sein sollten: «Nicht rauchen in der Nähe von Feuerwerk!» Dies gelte auch für die Umgebung von Verkaufsständen.

Feuerwerk kühl und trocken lagern

Feuerwerk soll grundsätzlich kühl und trocken gelagert werden. Zudem sollen Kinder keinen Zugriff darauf haben. Bei Feuerwerk mit Gebrauchsanleitung empfiehlt es sich, diese frühzeitig zu lesen – und nicht erst beim Eindunkeln auf dem Festplatz. Feuerwerk soll stets von kleinen Kindern ferngehalten werden. Dies gilt auch und erst recht für das Abbrennen. Grössere Kinder sind vorgängig über den richtigen Umgang mit den Feuerwerkskörpern zu instruieren und beim Abbrennen zu beaufsichtigen. Eine Warnung auch für die Bastler: Auf «Eigenkreationen» ist mit Vorteil zu verzichten. Das Verbinden von mehreren Feuerwerkskörpern zu einem «Superding» kann gefährlich sein und zu unbeabsichtigten Situationen und gar zu Verletzungen führen.
Das Abbrennen von Feuerwerk in Menschenansammlungen gehört sich nicht und ist zudem gefährlich. Aber auch auf Gebäude ist zu achten: Wird in deren Nähe Feuerwerk abgebrannt, empfiehlt die SKF, Fenster zu schliessen und Sonnenstoren hochzuziehen. Auch die Natur kann Schaden nehmen beim Abbrennen von Feuerwerk. Dies gilt insbesondere bei Trockenheit. Deshalb kein Feuerwerk in der Nähe von Wäldern oder Getreidefeldern abbrennen. Zudem ist selbstverständlich den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.
Sicherheit kommt zuerst! Wer Feuerwerk abbrennt, schützt seinen Vorrat durch ausreichende Distanz vom Abbrennbereich, und er deckt den Vorrat allenfalls ab, damit ein Funkenflug kein Unheil anrichten kann.

Rücksicht nehmen auf Menschen und Tiere

Kleine Raketen können aus verankerten Flaschen gestartet werden. Für grössere sollten jedoch ausschliesslich Abschussstäbe oder -rohre verwendet werden. Raketenstäbe einfach in die Erde zu stecken, ist ein gefährlicher Unsinn.
Feuerwerkskörper können auch einmal nicht zünden. Solche Blindgänger lässt man erst einmal in Ruhe und nähert sich ihnen frühestens nach einer Viertelstunde. Nachzündversuche sind dabei zu unterlassen. Hingegen kann solch ein Blindgänger dem Verkaufsgeschäft zurückgegeben werden.
Schliesslich, und nicht minder wichtig: Nicht alle Leute mögen Feuerwerk. Auf sie ist Rücksicht zu nehmen, wie auf ältere Leute, Familien mit Kindern und – auf Haus- und Wildtiere.

Wil und Jonschwil mit Totalverbot

Der ausbleibende Niederschlag und die hohen Temperaturen trocknen die Wälder, Felder, Fliessgewässer, Gärten und Flächen in Siedlungsgebieten zusehends aus. Deshalb gilt in den Kantonen St. Gallen und Thurgau ein Feuerverbot in den Wäldern und in deren Umkreis von 200 Metern. Auf ein generelles Feuer- und Feuerwerksverbot haben die Kantone bisher verzichtet. Die Fachstellen appellieren aber an die Bevölkerung, dieses Jahr auf Feuerwerk – besonders auf brennende Flugkörper – zu verzichten. Höhenfeuer und 1.-August-Funken sollen nur an sicheren Orten und mit gebotener Vorsicht angezündet werden. Gemeinden können auf ihrem Gebiet strengere Massnahmen ergreifen. So hat die Stadt Wil gestern ein vollständiges Feuer- und Feuerwerkverbot erlassen. Ebenso die Gemeinde Jonschwil. Es gilt ab sofort und bis auf Widerruf. Trotz der Einschränkungen kommt das Festpublikum in Wil in den Genuss eines Spektakels: Anstelle des Feuerwerks gibt es nun eine Lasershow.

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