Wo Korber und Filzerin sich treffen

Zuckenriet. Ein goldener Herbsttag. Eine Frau arbeitet am Spinnrad, hinter ihr sind Wollknäuel, schön nach Farben sortiert, aufgeschichtet. Bedächtig spinnt sie den Faden. Eine meditative Arbeit. Die Frau, eine Oase im geschäftigen Markttreiben auf der Dorfstrasse.

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Zuckenriet. Ein goldener Herbsttag. Eine Frau arbeitet am Spinnrad, hinter ihr sind Wollknäuel, schön nach Farben sortiert, aufgeschichtet. Bedächtig spinnt sie den Faden. Eine meditative Arbeit. Die Frau, eine Oase im geschäftigen Markttreiben auf der Dorfstrasse. Zwar sind an diesem Markt keine Schreier, die lauthals ihre Artikel anpreisen, – trotzdem herrscht ein Stimmengewirr.

Kein «Ramsch»

Der Herbstmarkt ist ein Anlass, der eine Markt-, aber keine Jahrmarktstimmung verbreitet. Hier herrschen Kunsthandwerk und Handwerk. Hier sind Künstler gleichrangig vertreten wie Handwerker. Das sei bewusst so, sagt Bea Wildhaber, die Initiantin des Markts. Sie wolle einen Markt mit schönen Sachen. Vergebens hier, wer nach Plastikzeug oder «Ramsch» sucht.

Kunst und Handwerk

Eine Hutmacherin, eine Taschen-Herstellerin, eine Filzerin, ein Korber, eine Floristin, eine Frau, die Artikel aus Leinen herstellt und eben die Frau, die Schafwolle produziert und diese mit Pflanzen einfärbt. All diese – und noch mehr – haben Platz am Zuckenrieter Markt. Dazu gehören auch ein Flohmarktstand, ein Mineralien-Stand, die Produkte der Bäuerinnen sowie die des einheimischen Bäckers. Dazu gehört aber vor allem auch die Gemütlichkeit, das Zusammensitzen und das sich Treffen.

Nachwuchs folgt

Vor bald 30 Jahren hat Bea Wildhaber mit Markus Lehmann den Markt ins Leben gerufen. Seit Jahren können sie sich auf ihr Helfer-Team verlassen – so auch auf Peter Staubli, der während Jahren das Steinpilz-Risotto hergestellt hat. Er hat seine Arbeit seinem Nachwuchs übergeben. Eine gute Garantie, dass der Markt auch die nächsten Jahrzehnte überleben wird. (zi.)

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