Wo Handwerk erlebt werden kann

Das Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum feierte sein 25-Jahr-Jubiläum. Von Rupert und Elfriede Meier gegründet, gehört es seit 2012 einer Stiftung, welche es in Sinn und Geist der Gründerfamilie weiterführt.

Beat Lanzendorfer
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So präsentiert sich der Blick ins faszinierende Innere des Museums. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

So präsentiert sich der Blick ins faszinierende Innere des Museums. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

BAZENHEID. Wer das Haus an der Wilerstrasse 69 in Bazenheid betritt, taucht ein in die Geschichte des Handwerks, die gar nicht allzu weit weg ist. Gezeigt werden Werkzeuge, Maschinen und andere Materialien, welche vor rund hundert Jahren zum Einsatz gelangten, nun aber im Begriff sind, immer mehr zu verschwinden. Grund genug, der Generation von heute beim 25-Jahr-Jubiläum die Zeit von damals näherzubringen.

Führungen und heisses Eisen

Das Team unter Stiftungspräsident Emil Heuberger und Markus Frick, Präsident des Trägervereins, hatte ein interessantes Tagesprogramm zusammengestellt. Regelmässig fanden Führungen statt, bei denen aus dem Munde von Adrian Meier, Sohn der Gründerfamilie, und Willy Schönenberger, pensionierter Sekundarlehrer, Spannendes zu erfahren war. Selbstverständlich hatte auch die Schmitte geöffnet. Vor deren Eingang präsentierte Stefan Koller seine Sattlerarbeiten, drinnen zeigte das Team der Firma Hasler aus Bütschwil den Umgang mit dem heissen Eisen. Im Gespräch mit Emil Heuberger erfuhr man von der neuesten Errungenschaft des Schmiedemuseums: «Wir konnten vom Technorama in Winterthur eine Hammerschmitte mit integriertem Wasserrad übernehmen, die ursprünglich in Kalpetran, in der Nähe von Zermatt, stand. Jetzt gilt es, die Finanzen zur nicht ganz günstigen Renovation zu regenerieren. Darüber hinaus erneuern wir den Kundenbereich fortlaufend.»

Vernetzung angestrebt

Das Schmiede- und Werkzeugmuseum strebt auch eine Vernetzung mit anderen Museen des unteren Toggenburgs an. Erste Gespräche haben laut Emil Heuberger bereits stattgefunden. Abschliessend erwähnt er auch das gute Einvernehmen mit dem örtlichen Gewerbe. «Die Handwerker von heute sind daran interessiert, dass das Handwerk von damals nicht in Vergessenheit gerät.» Gute Voraussetzungen, der Öffentlichkeit auch weiterhin die Geschichte früherer Tage näherzubringen.

Weitere Informationen unter www.schmiedemuseum.ch

Öffneten die Schmitte: Josef und Richard Hasler.

Öffneten die Schmitte: Josef und Richard Hasler.