WM-Teilnahme ist ein Thema

In der Thurzelg-Halle in Oberbüren fand das zweite von drei Swiss-Austria-Masters statt. Nebst Österreich und der Schweiz beteiligten sich auch Tschechien und Deutschland.

Urs Nobel
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Trainerin Claudia Jiricek beobachtet ihr Duo Burri/Hammerschmidt. (Bild: Jeannette Worden)

Trainerin Claudia Jiricek beobachtet ihr Duo Burri/Hammerschmidt. (Bild: Jeannette Worden)

KUNSTRAD. Kunstradfahren Uzwil war mit der zweiten Durchführung des Swiss-Austria-Masters beauftragt und glänzte als Veranstalter. Unter dem Kommando von Thomas Wick und Regula Stoppini sorgte eine stattliche Anzahl Helfer für einen reibungslosen Ablauf und auch dafür, dass sich die Gäste in Oberbüren wohl fühlen konnten.

WM-Chancen bleiben intakt

Das Swiss-Austria-Masters hat bezüglich Stärkeverhältnisse keine wesentlichen Verschiebungen gebracht. Dies ist umso erfreulicher für die Region, weil Kunstradfahren Uzwil mit Lukas Burri (Einzel) und mit Fabienne Hammerschmidt sowie Rahel Nägele und Fabienne Gamper heisse Eisen auf eine WM-Teilnahme im Rennen hat und selbstredend auch mit dem RV Sirnach, der im Vierer den amtierenden Weltmeister stellt.

155 Punkte für Burri

Bevor Lukas Burri mit seiner Partnerin Fabienne Hammerschmidt zum Einsatz kam, startete er im Einer. Seine Kür war anfänglich noch mit einigen Unsicherheiten gespickt. Je länger seine Übung aber dauerte, desto sicherer drehte er seine Runden. Kurz vor Ablauf seines Auftritts dann aber eine Schrecksekunde im Uzwiler Lager. Das Publikum und die Kampfrichter sahen ihn bereits am Boden. Doch Burri rettete sich mit einer akrobatischen Leistung und fuhr souverän zu Ende. Der erste Hoffnungsträger hinsichtlich einer WM-Qualifikation hatte die Erwartungen somit erfüllt. Die Gesamtleistung bezeichneten seine Trainer zwar als mittelmässig. Doch Burri muss – wie alle anderen auch – seine grosse Form erst an der Schweizer Meisterschaft und dann später hoffentlich in Malaysia ausspielen.

Nach seinem gelungenen Auftritt im Einer startete Burri auch noch mit seiner Partnerin Fabienne Hammerschmidt im gemischten Zweier. Beide freuten sich in besonderen Masse, vor dem Heimpublikum auftreten zu können, und starteten gut. Im ersten Teil – mit zwei Rädern – schlichen sich zwar einige kleinere Patzer ein. Grössere Abzüge gab es jedoch dafür nicht. Besser lief es im zweiten Teil auf einem Rad. Sie verzeichneten kaum Unsicherheiten und konnten ihre Übung mühelos zu Ende fahren. Mit einer konstanten Leistung, die aber noch Luft nach oben hat. Und solche braucht es, wenn die beiden den Schweizer Rekord von Schmid/Jost (Uzwil) knacken wollen. Wichtig im Moment ist aber, dass die zwei auf WM-Kurs sind.

In der Zwischenwertung vorne

Sehr gut läuft es dem Zweier Nägele/Gamper. Fabienne Gamper war zwar noch bis vor zwei Wochen verletzt, und deshalb schraubten die beiden Fahrerinnen den Schwierigkeitsgrad ihrer Darbietung hinunter. Trotzdem belegt das Team aus Uzwil und Wülflingen Rang 1 in der Zwischenwertung des Masters sowie der WM-Qualifikation. In der zweiwöchigen Wettkampfpause möchten die beiden aber die Schwierigkeiten wieder erhöhen.

Weltmeisterlicher Auftritt

Der Vierer des RV Sirnach wusste in Oberbüren nach seinen nicht nur gelungenen Auftritten in Hohenems und Gisingen zu brillieren. Jennifer und Melanie Schmid, Flavia Zuber und Céline Burlet erreichten bereits in der ersten Kür starke 206.01 Punkte. Im Final konnten die vier jungen Damen noch einen drauf setzen und erreichten mit 212.35 ein absolutes Spitzenergebnis. Sie können nun ihre WM-Vorbereitung wie geplant fortsetzen.

Der Sirnach-Vierer hat einmal mehr eine eindrückliche Übung gezeigt. (Bild: Alex Burlet)

Der Sirnach-Vierer hat einmal mehr eine eindrückliche Übung gezeigt. (Bild: Alex Burlet)