WM-Schwung mitgenommen

An der Swiss Orienteering Week Zermatt trafen sich 5000 Orientierungsläufer. Der beste war Daniel Hubmann. Sein jüngerer Bruder Martin wurde Neunter.

Benjamin Müller
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Daniel Hubmann freut sich über den Gesamtsieg. (Bild: pd)

Daniel Hubmann freut sich über den Gesamtsieg. (Bild: pd)

WIL. Knapp 5000 Orientierungsläufer aus 38 Ländern suchten sich am Fusse des Matterhorns den Weg durch die grossen Steinfelder hindurch zu den Kontrollposten. Auch 62 Läufer der OL Regio Wil waren dabei. Darunter die beiden frischgebackenen Welt- und Vizeweltmeister Martin und Daniel Hubmann. Innerhalb von sieben Tagen galt es sechs Wettkämpfe zu bestreiten. So gab es zu Beginn der Woche einen Sprint durch das Dorf Zermatt. Durch enge Gassen und vorbei an vielen Touristen musste der schnellste Weg gefunden werden. Nach dem Aufwärmen im Dorf ging es höher in die Berge. Mit der Schönheit der Laufgebiete konnte das Wetter nicht mithalten. Fast die ganze Woche war von Wolken, Regen und Nebel geprägt.

Podestplätze der Jungen

Die jungen Nachwuchshoffnungen der OL Regio Wil, Janis Hutzli aus Wil und Laurin Imhof aus Balterswil, überzeugten und holten sich je den dritten Gesamtrang. Hutzli glänzte in der Kategorie H12 mit je zwei Siegen und zweiten Plätzen sowie einem vierten Rang. Imhof (Kategorie H14) gelang zwar kein Sieg, dafür konnte er ein Triple an zweiten Plätzen erreichen. Ein vierter Platz kommt ebenfalls dazu. Knapp hinter Imhof klassierte sich Silas Hutzli aus Wil mit einem Sieg und zwei dritten Plätzen.

Daniel distanziert Martin

Neben dem Nachwuchs und den Breitensportlern massen sich auch die Eliteläufer. Zum international besetzten Starterfeld gehörten die beiden Eschliker Daniel und Martin Hubmann, die noch vor kurzem an der WM in Italien Erfolge feierten. Für die Eliteläufer gab es neben vier Einzelläufen einen K. o.-Sprint sowie ein Massenstartrennen. Beide Spezialwertungen gewann Daniel Hubmann. Hinzu kommen zwei Siege an den Einzelläufen. Mit vier Siegen und einem dritten Platz war Daniel Hubmann der Gesamtsieg sicher. «Ich lief die ganze Woche, ausser der zweiten Etappe, starke Rennen. Den Schwung der WM konnte ich mitnehmen», sagte Daniel Hubmann. Bruder Martin konnte nicht vorne mitlaufen. An der letzten Etappe erreichte er aber immerhin den zweiten Platz und wurde in der Endabrechnung Neunter von 144 Eliteläufern.

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